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Scandal kluger Weiſe durch die Sorge des alten Grafen von Das unterdrückt wurde, da er wußte, welchen Antheil ſein Sohn an der Urſache dieſes Scherzes hatte. Er beruhigte den türkiſchen Botſchafter, indem er ihm vorſtellte, wie lächer⸗ lich ſein Haus durch dieſe ſeltſame Scene der Naivetät ſeines Sohnes werden würde, und inſofern dieſer am Ende eine mehr blutige als ernſte Wunde erhalten hatte, ſo ſchwieg man über die Sache; nur ließ die gute Gräfin meiner Tante ſagen, ſie rathe mir, einige Zeit entfernt zu bleiben, obgleich ich im Ganzen nichts zu befürchten habe; dem fügte ſie eine Summe Geldes für mich bei.“
Nach dieſen Worten ſchwieg die ſchöne Ghita, und ihr Geſicht nahm wieder jene ſeulpturale Unbeweglichkeit an, welche ſie zuweilen während ihrer Erzählungen verlaſſen hatte.
„Nun! wie kommt Ihnen das vor?“ fragte mich fran⸗ zöſiſch der verliebte Maler.„Als ſie die Scene mit dem Bade erzählte, ſah da die griechiſche Schönheit ſo albern aus?“
„Sie hatte eine ſchlimme Miene, die mich durchaus nicht verführte,“ antwortete ich.
„Ah! welche Frau!“ rief der Künſtler;„von einer ſol⸗ chen Seele geliebt zu ſein!“
„Das iſt keine Seele,“ ſagte ich,„es ſind Nerben?...
„Langweilen Euch meine Geſchichten?“ fragte das Mo⸗ dell mit einem nicht gar zu liebenswürdigen Tone.„Beklagt Ihr zufällig den Muſelmann? In dieſem Fall könnte ich Euch mein letztes Abenteuer nicht erzählen?“
Wir betheuerten unſere innigſte Theilnahme und baten
ſie, fortzufahren.


