einen ſo harten Schlag auf den Kopf, daß er zu Boden ſtürzte. Der Mörder wo noch weiter ſeine Wuth an dem Opfer ſeines Haſſes auslaſſen, aber Lina warf ſich ihm entge⸗ gen und mit ihren beiden Armen ihn umſchlingend machte ſie ihm jede weitere Bewegung unmöglich. Der Anblick des Geliebten, der bewegungslos zu ihren Füßen lag, hatte ihr die Kraft dazu gegeben, und wiſſend, daß es beſſer, mit einem einzigen Feinde zu thun zu haben, als mit vielen, ließ ſie keinen einzigen Laut von ſich hören, um Niemand herbei zu locken.
Glücklicherweiſe übertönte das Geſchrei des Pöbels die Flüche von Geeraerts Mörder. In dem Augenblicke, als ſie ihre letzten Kräfte anſtrengte und fühlte, daß ſie kaum länger widerſtehen könnte, kam Franz ihr Bruder gerade hinter dem Verſtecke hervor und ſah ſeine Schweſter mit einem Unbe⸗ kannten ringen; ein Blick auf Geeraert löste ihm das Räthſel des Vorgangs.
Ein wüthender Racheſchrei entflog ſeiner Bruſt und ehe Lina ihn bemerkt hatte, ſprang er herbei und mit ſeinen zwei ſtarken Händen den Unbekannten bei den Schultern faſſend, riß er ihn rückwärts auf den Boden.
„Lina,“ rief er, während er den niedergeworfenen Mann nach dem Galgenfelde ſchleppte,„trage Geeraert in das Ge⸗ 3 büſch; wenn er noch lebt, iſt er für immer gerettet und er⸗ löst.— Spute Dich!“
Bei dieſen Worten ſchleppte er ſeinen Feind ſo raſch mit ſich fort, daß dieſer ſich an nichts feſthalten konnte. So⸗


