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Band 1 (1846) Band 1
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Geeraert ſich ſprachlos leiten ließ, lief er guf die andere Seite des Schaffots und erhob da ein ſolches Geſlhhei daß die Menge, in der Meinung, er habe den Scharfrichter, ſtürmiſch nach der Seite drängte und Lina und Geeraert freien Weg ließ. Franz rief indeß mit aller Macht:

Schlagt ihn todt, ſchlagt ihn todt! Hier der Menſchen⸗ guäler. Seine Leiche wollen wir haben.

Dann warf er wieder mit Steinen nach den Gerichts⸗ dienern und raste, wie ein Beſeſſener. Dieſer Lärm und die Dunkelheit ließen Lina ihren Geliebten aus dem Gedränge führen, vhne daß man ihn erkannte; denn der Hut und Fran⸗ zens Mantel bedeckten hinlänglich das Gewand des Scharf⸗ richters. Ehe die zwei Geliebten aber den Buſch erreicht hat⸗ ten, war der Pöbel bis auf das Schaffot gedrungen, hatte den Verurtheilten erlöst und laufen laſſen, nach dem Scharf⸗ richter mit Gewalt verlangend, indem man die Gerichtsdiener mißhandelte, um ſie zum Geſtändniß zu zwingen, wo der Schapfrichter ſich befinde. Ein Mann, der Franzens That bemerkt hatte, als dieſer den Mantel über Geeraerts Schultern warf, war der Frau mit dem verkleideten Manne mit den Au⸗ gen gefolgt und ſchloß richtig, daß dies der Scharfrichter ſein müſſe.

Eilig lief er ihnen deßhalb nach durch das Galgenfeld, bis er endlich Lina mit Geeraert hinter dem Buſche verſchwin⸗ den ſah. Fluchend vor Freude und Zorn ſtürzte er auf die Liebenden los und Geeraerts Mantel herunterreißend, ſah er des Henkers Gewand. Ohne ein Wort zu verlieren, hob er ſeinen ſchweren Stock in die Höhe und gab dem Jüngling