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Band 1 (1846) Band 1
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der höchſten Häuſer blicken konnte. Dann folgten die Delphine, die Seewagen Neptuns. Europa auf dem Stier, der Parnaß, der Mädchenwagen, Fortuna auf dem Elephanten, das Kauf⸗ fahrteiſchiff und noch viele andere Allegorieen.

Bei jeder neuen Erſcheinung wiederholten die Bürger ihr Händeklatſchen; bald um der Schönheit des Sinnbildes, bald um der Bekannten willen, die die Perſonen vorſtellten

Das ſchöne Frühlingswetter begünſtigte die heitere Beluſti⸗ gung der Bürger von Antwerpen.

Während dieſer fröhlichen Seene, welche überall Freude und Luſt erzeugte, erblicken wir in einem entfernten Hauſe der Stadt ein Schauſpiel ganz anderer Art.

Der arme Geeraert ſaß wieder an dem Bette ſeines Va⸗ ters, ſtillſchweigend die Arme über die Bruſt gekreuzt und niedergebeugt von dem herben Schmerze; er war nicht mehr der Jüngling mit den ſchönen ſchwarzen Haaren, die ſeinem blaſſen Geſichte ſo viel Männliches gaben; er war alt gewor⸗ den wie ſein kranker Vater. Tiefe Furchen hatten ſein Geſicht durchzogen,... und etwas andres, ſchreckliches Zeichen einer fürchterlichen Nacht: ſeine Haare waren ſchneeweiß. Die Seelenqualen der letzten Zeit hatten ſeine Nerben ſo auf⸗ geregt, daß er bei dem geringſten Geräuſche ſchauernd bebte und jedesmal, wenn' die Glocke von St. Jakob eine Stunde mehr anzeigte, lief ein kalter Schweiß von ſeinem Antlitz und ſeine weißen Haare ſtanden zu Berge.

Es war zwei Uhr; um ſechs Uhr ſollte die Hinrichtung ſtattfinden.

Mein unglücklicher Sohn, ſprach der Vater,habe