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Band 1 (1846) Band 1
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werde zittern, ich kann nicht ſchlagen, doch er hielt es zurück aus Liebe zu ſeinem kranken Vater und ihn zärtlich umarmend, als ob er ſich auf ewig von ihm trennte, ſprach er mit tief⸗ ſter Rührung:

Schlafe ruhig, mein guter Vater, o, ſchlafe ruhig!

In ſeine Kammer gekommen, ſchloß er die Thüre zu, ſetzte ſich vor einen Tiſch und legte das Haupt in die Hand; dann wandte er das Auge nach der Seite des Bettes und ohne dies oder etwas anderes zu betrachten, blieb er wie bewegungs⸗ los ſitzen.

Als die Sonne am andern Tage das Zimmer mit ihren erſten Strahlen erleuchtete, fand ſie den unglücklichen Jüngling noch in derſelben Stellung vor dem Tiſche ſitzend, die Augen feſt auf ein bloßes Meſſer geheftet, das er zwiſchen ſeiner Hand hin und her rollen ließ, als ob er ſich an ſeinem Glitzern beluſtigte.

3.

Es war ein ſchöner Frühlingstag; die Sonne glühte am lichten Himmel, deſſen warmen Azur nur hie und da ein wei⸗ ßes Wölkchen unterbrach. Die reine Luft wirkte kräftigend auf die Gemüther der Bürger von Antwerpen. Auf allen Straßen wimmelte es mit Spaziergängern, die die ſchönfarbigen Pfingſt⸗ kleider mit klopfendem Herzen angezogen hatten; die Kinder ſpielten luſtig auf den Straßen, und die im Sonnenſchein durch einander kreuzenden Schmetterlinge und Goldkäfer zeigten einen herrlichen Frühling, der dem Schooße der Natur ihre großen Reichthümer entlockte.