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ſin ja, ich werde mich ſelbſt Lerachten— und keine Hoff⸗
nung mehr! Es muß ſo ſein!“
„Mein Sohn,“ ſprach der Vater, mit ſeinen Augen auf den Tiſch zeigend,„nimm das Vuch, das der Richter mir ge⸗ zeigt hat, und lies das Urtheil auf der aufgeſchlagenen Seite. Geeraert las ſeine unwiderrufliche Beſtimmung in tiefer Angſt; dann warf er das Vuch mit Entrüſtung zu Boden und rief:
„Verflucht ſei das ungerechte Geſetz, das mich in meiner Mutter Leibe zu Blutvergießen und Schande verurtheilt hat! O Menſchheit! iſt es denn wahr— Du haſt über meiner Wiege gerufen:— Dieſe Frucht gehört mir, denn es iſt des Henkers Erſtgeborener: man liefre ihn der Verachtung der Menge aus: er werde mit Blut und Schande bedeckt und lebe unter ſeinen Kindern, wie die Schlange, deren Anblick man mit Ab⸗ ſcheu flieht...
„Scheußlichkeit! Während man dieß Urtheil über mich ausſprach, lachte ich der leuchtenden Sonne aus der Wiege entgegen!— Mein Vater, glauben ſie denn, daß meine Mut⸗ ter mich ohne Herz geboren, und daß es mich nicht ſchmerze, ſo unter dem Schmutz der Schande begraben zu ſein?“
„Die Verzweiflung treibt Dich zu weit, Geeraert,“ ant⸗ wortete der Vater ſeufzend. Ich verſtehe Deinen Schmerz wohl, er hat mich nun ſchon ſo lange gemartert; aber bedenke, daß der Scharfrichter in einer Gemeinde ſo nothwendig und die Unterwerfung unter Dein Schickſal Dir durch den Herrn be⸗ ſtimmt iſt; vielleicht wirſt Du darin Deine Ruhe finden.“ „Ruhe finden! Haſt Du Ruhe gefunden, mein Vater?


