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auf Dein Herz zurückfallen und wenn genug Steine auf Dei⸗ nem Herzen liegen, dann wirſt Du ſterben, wie ich jetzt ſterbe Aber es iſt oben ein Richter, der das Leiden vergilt.“
Geeraert horte nur den bittern Theil von ſeines Vaters Rede, ohne das Troſtreiche derſelben zu vernehmen. Er fuhr fort:
„Ja jetzt verſtehe ich den Haß der Bürger gegen mich. Kann ich nicht alle Tage gerufen werden, um einen von ihnen zu tödten, er ſei nun unſchuldig oder Verbrecher? Und doch, wenn ſie ſehen könnten, was jetzt in meinem Herzen vorgeht, ſie würden mich nicht haſſen. Sie glauben, ein Henker finde Behagen am Blutbergießen, und wenn er bei dem Anblick des bloſen Halſes eines Schlachtopfers blaß wird und zittert, daß ſeine Hände das Schwert nicht tragen können, dann wirft man ihn mit Steinen todt, weil er kein guter Scharfrichter ſei und ſich vom Mitleiden bewegen laſſe!“
„Ich habe oft an dieſen Widerſpruch gedacht, mein Sohn, doch hab' ich ihn nie begriffen.“
„Ich wohl, mein Vater, ich hab' ihn ſchon lange be⸗ griffen: in jede Menſchengeſellſchaft gehört ein Opfer, ein Un⸗ glücklicher, an welchem man alle Grauſamkeit, allen Haß des Herzens ausläßt— und dann wird dieſer Dulder von der Umgebung mit Schande überhäuft, weil man ihn ohne Reue mißhandeln und verachten kann. Aber mein Vater, gibt es denn kein unverſuchtes Mittel mehr, um meinem Schickſal zu entgehen? Ich kann mich nicht an den Gedanken des Mords gewöhnen; was werd' ich morgen für ein verächtliches Geſchöpf


