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Band 1 (1846) Band 1
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Ich könnte Sie, redete die Excellenz weiter,bei dem Eid, den Sie vor einer Stunde unſerm gnädigſten Herrn ge⸗ leiſtet, befugtermaßen und ſtrengſtens anhalten, unumwunden die reinſte Wahrheit auszuſagen. Doch appellire ich mehr an Ihr hohes Ehrgefühl, ja, an Ihren Ehrgeiz, den löblichen, und ermahne Sie mit Freundlichkeit und sub rosa eine Ge⸗ legenheit nicht vorbei zu laſſen, die Ihnen des Herzogs Julius völligſte Gunſt zuzuwenden nicht verfehlen wird, und mir zu offenbaren, ob nicht und wo der Durchlauchtigſte Todte etwa ein kleines Magazin von Kapitalien in Papier oder Baar⸗ ſchaften angelegt haben dürfte?

Der Zwerg zuckte die Achſeln, ſchüttelte den Kopf, aber lächelte dabei ſo fein und ſchnippiſch, daß der Chef überzeugt wurde, mit ſeiner Wünſchelruthe auf den rechten Fleck getippt zu haben. Dringender, aber mit Sammetpfötchen den kleinen Extramenſchen ſtreichelnd, erging er ſich ferner in ſeiner Rede: Offenbaren Sie, was Sie wiſſen, beſter Herr Fingerlin, le⸗ gen Sie das Saatkorn Ihres künftigen Glücks in meine ver⸗ ſchwiegene Bruſt. Jede Silbe der Enthüllung, die Sie aus⸗ ſprechen, als eine Formel, eine zauberiſche, ſchätzebringende, wird ein Goldtropfen ſein, der Ihnen tauſendfach vergolten werden ſoll. Herzog Julius iſt ein lebensfroher, neuzeitiger Fürſt und die Lebensfrohen der Neuzeit ſind freigebig, jind bürgerfreundlich, haben längſt die Kluft überwölbt, die im der Zopfzeit den Adelichen vom Plebejer getrennt. Vertrauen Sie

dem Herzog.. vertrauen Sie mir, ich bin ein guter Mann, bieder denkend und offenherzig redend, meinen Verheißungen ge⸗ treu bis zum Grabe. Reden Sie, es gilt Ihr eignes Beſte