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Da nun Thaddäus immer noch ſchwieg, aber dabei über⸗ legend den Kopf hing und ungeduldig fiebernd die Hände rieb, wagte der beuteluſtige Chef einen Fechterſtreich und ſchnaubte ſein Männchen ängſtlich, haſtig, zugleich Verhörrichtermäßig an:„Oder wäre es ſchon zu ſpät? Hätten Sie etwa der ver⸗ wittweten Herzogin Durchlaucht ſchon offenbart, ſchon ausge⸗ händigt..25
Ueberraſcht und gehäſſig fuhr Fingerlin empor und rief: „Da hab' ich mich wohl gehütet! Und hätte mir's der Herzog auch befohlen, wer weiß, ob ich...“— Er ſchwieg, ſehend, aber zu ſpät, daß er ſich verſchnappt.
Geruhig fuhr der Chef fort:„Sie hätten ohne Zweifel als ein getreuer Unterthan Ihre Pflicht gethan. Indeſſen wird der Selige in dieſem Punkt keine Verfügungen hinterlaſſen haben?“
„Er ſtarb zu ſchnell;“ entgegnete Thaddäus, der immer tiefer in die Schlinge gerieth.
„Gut, ſo erfüllen Sie jetzo Ihre Pflicht als Unterthan des neuen Herrn. Eine angenehme Pflicht, die Ihnen Roſen bringen wird. Geld iſt alſo da, geben Sie mir die Stelle an, wo es liegt.“
Der Zwerg murmelte verlegen lächelnd:„Sie trauen mir el zu, Erxcellenz. Wäre aber der Fall, was Sie vor⸗ ausſetzen„wer ſteht mir dafür, daß unſer neuer Landesherr den Entdecker mit ſeiner Gunſt begnadigen werde? Was wäre der
Lohn für ſolchen Dienſt?“ „Sie haben ſelbſt zu beſtimmen,“ entgegnete äußerſt leut⸗ ſelig der Chef,„fordern Sie, was billig und es ſoll Ihnen Der Erzähler. 1846. I. 2


