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verweiſe, und zwar nach den Beſtimmungen des Höchſtſeligen, was Gnadengehalt und ſonſtige Remunerationen betreffe.
Da war ein furchtſam Schweigen rings im Saal, und bleich wurden alle Geſichter, und durch alle Dienerköpfe ging der bange Gedanke: Uns iſt der Stab gebrochen. Leben ſollen wir von den Penſionen des Höchſtſeligen? Boshafter Spott! Noch boshafter indeſſen, was der goldne Herr Miniſter oder Kanzler von Remunerationen geſagt. Wann gab je der todte Herzog ein Geſchenk, einen Ehrenſold? wenn nicht vielleicht dem Knirps, dem Fingerlang, der uns alle auslacht?
Grimmige Blicke flogen dem Thaddäus zu. Sie wandel⸗ ten ſich jedoch in ſchadenfrohe, da all gemach bemerkt wurde,
daß dem Hofzwerg kein beſſer Loos gefallen, als der geſammten Kammer und Garderobe.
Aufgerufen von dem Sekretär der Kommiſſion nahten ſich, einer nach dem andern, die Penſioniſten, um in einem großen Buche zu unterſchreiben, daß ſie dem gnädigſten Herzog Julius dankbar, wohl zufrieden ſich vermeldeten. Auch Thaddäus trat heran nach Rang und Aufruf. Mit trübem Blicke, aber ſtolz wie ein römiſcher Senator— von denen, die ſich auf den cu⸗ ruliſchen Stühlen von den Barbaren tödten ließen oder tödten laſſen wollten— ergriff er die Feder, und der Sekretär, das putzig⸗trotzige Männlein betrachtend, lachte in ſich hinein. Auf einmal bückte er ſich aber tief zum Ohr des Fingerlin und raunte ihm zu:„Se. Ercellenz, unſer V Vorſtand, erwartet Sie in einer halben Stunde im Kabinet des weiland Herzogs Ni⸗ kolaus.“
Eine Sonne der Verklärung ging über Fingerlin's Stirne


