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Band 1 (1846) Band 1
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ſeiner Ahnen Reſidenzſchloß wich. Der Tod hatte endlich dieſes zärtliche Verhältniß gelöst, und der Herzog erwählte ſich, gerade nur um eine Herzogin zu haben, die dritte oder vierte Gattin, jene ſchnippiſche junge, der, wie dem Vetter Julius, am ganzen Hofe nichts gefiel, nicht einmal der Her⸗ zog, und die ihrer Zunge wenig Gewalt anthat. Sie hätte mit dem Hofzwerg gut fahren können, wenn ſie ihn, den zweiten Mann im Reich, wohlwollend behandelt hätte. Thad⸗ däus hatte viel Sinn für gute Begegnung und hätte gern die gute junge Frau protegirt, da er den Schlüſſel zu des Fürſten Herzen beſaß; aber die arme ſchnippiſche Dame begriff nicht ihre Lage. So kam es denn, daß in Kurzem der erlauchte Gatte ſeine hohe Frau eingrand monstre nannte, und immer wunderlicher und immer feindſeliger gegen ſie auftrat, bis er ſich endlich eines andern beſann, nemlich ſtarb.

Und derſelbe Thaddäus Fingerlin alſo, der ſo viel er⸗ lebt, erſtritten und durchgeſetzt, ſtand jetzt, zwar verwaist, aber dennoch in voller Hoffnungsblüthe da, und ſagte ſtolz: Wenn auch das andere Dienervolk dem Dutzend nach von Hof und Reſidenz wird wandern müſſen kein Zweifel iſt, daß ich im Amt verbleibe; denn eine Rarität wie ich wird nicht mehr gefunden!

2.

Das Trauergeläute war kaum verklungen, die Pferde ſchwitz⸗ ten, die Kanonen dampften noch, ſo war auch ſchon eine Kom⸗ miſſion da, um Land und Leute für den Herzog Julius in Beſitz und Eid und Pflicht zu nehmen. Das waren Männer, die