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Band 1 (1846) Band 1
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Man war damals noch in der Zeit, da ein Haſe oder Faſan mehr galt, als ein Menſch. Der Henri, theils um ſeine wuthkochende Bruſt zu kühlen, theils um durch ein paar glänzende Großthaten ſich wieder beim Herzog in Gunſt zu ſetzen, ſchoß bald nach einander zwei oder drei Wilderer todt. Die fürſtliche Rentkammer gab ihm Lob und Schußgeld; aber der Herzog ließ ihn ſitzen, und ſeine Agnes, die ein gefühl⸗ volles Weib war, wenn ſchon ſie mit dem armen Hofzwerg kein Mitleiden gehabt, faßte einen dergeſtalten Widerwillen gegen den frevelnden Mörder, daß auch ſie ihn ſitzen ließ, und mit ihrem Söhnchen nach der Reſidenz, zum Papa Silberdie⸗ ner zurückkam. Vergebens waren des Forſtwarts Bemühungen, ſie zu ihrer Pflicht zurückzubringen, und da er ſah, daß weder Bitten noch Gewalt ausreichten, und daß der Herzog keinen Zug zu ſeinen Gunſten that, ſo henkte ereſich einſtens, eine verkannte Größe, an einer ſtarken Eiche ſeines Reviers auf, und damitGute Nacht!

Der Hofzwerg triumphirte im Stillen, und Agnes ließ ſich in der Welt nicht mehr ſehen, denn der Selbſtmord des Mannes brachte ſeinem Andenken damals mehr Schande, als wenn er ein Dutzend Wilderer, während ſie ſchliefen, erſchoſ⸗ ſen hätte.

Mit der Herzogin, die ihn le petit monstre nannte, wurde der gewaltige Fingerlin eben ſo ſchnell fertig, wie mit dem Büchſenſpanner, obwohl um viele Jahre ſpäter, denn zu Henri's Zeit hatte Herzog Nikolaus noch ſeine zweite oder dritte Frau, mit der er vortrefflich lebte, weil ſie immerdar zu Venedig oder Trieſt wohnte, und der Herzog nicht von