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Füßen. Ein Holzſchuh war ſeine Wiege, ein kleiner Mops— damals gab's noch Möpſe— ſein Reitgaul; mit einer Elle Tuch oder Leinwand kleidete man ihn noch völlig in ſeinem zehnten Jahre in Rock und Hoſe und Weſte.— Er hatte Muße und Platz gehabt, ſich körperlich zu entwickeln, denn der Vater konnte ihn nicht vor Augen ſehen, und die Mutter ließ ihn daher unbekümmert laufen in der Gaſſe, im Feld, im Wald, und ſorgte nur für die andern Kinder, die nach und nach ankamen und aufwuchſen wie andere Menſchen.
Aber Thaddäus entwickelte ſich ſo ſpärlich, daß er nur halb ſo groß wurde, wie ſeines Vaters Spazierſtock, und dann blieb er im Wachsthum ſtehen.— Wenn den Krüpgel doch nur einmal ein Kettenhund ſchluckte, wünſchte manc ſtill und laut der rußige Chriſt, ſein Vater.— Die Mutter ki merte ſich im Stillen ab, und ſchnitt den Bettlern immer größere Stücke vom Brodlaib, was vielleicht den Geſchwiſtern des Thaddäus zu gute kam, ihm ſelber aber nicht.— So trieben Nachbarn und Brüder mit dem Armen ihren Sport, und Hund und Katze hatten nicht vor ihm Reſpekt. Doch ſchluckte ihn kein Kettenhund.
Aber verbrannt wäre Thaddä einmal, es fehlte wenig daran. Der Schmied hatte einſt Feuer verzettelt und das Haus ging an, mitten in der Nacht. Das Elend! Der Mann ſchaffte ſein Handwerkszeug aus dem Brande, die Frau ſchleppte die Kinder durch die Flammen. Niemand dachte an den„Finger⸗ lang,“ wie Thaddäus geheißen wurde. Thaddä hätte ſich etwa gradaus in den Himmel hinein geſchlafen, aber ein dreiſter
Schornſteinfeger, der zu retten kam, und alles Bettzeug raſch


