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von dem Nachbarlande, daß ihre Hauptſtadt aufhören ſollte, eine Reſidenz zu ſein, um zu einem ordinairen Landſtädtchen herabzuſinken,„ was ſollte der Hof des Höchſtſeligen, der verwaiste Hof, zu einem ſolchen Zuſtand der Dinge ſagen?
Der Adel am Hofe wußte ſich zu helfen. Die ehrgeizigen Herren pilgerten nach der Reſidenz des neuen Landesherrn, und bewarben ſich um die allerhöchſte Gunſt; die Begüterten zogen ſich auf ihre Beſitzungen zurück, und ſchmollten mit dem neuen Geſtirn. Die jungen Damen ſchloſſen ſich an die ebenfalls noch junge herzogliche Wittwe an, die, freigeworden von aufgedrun⸗ genen Feſſeln, ſich zu einer glänzenden Reiſe in den Süden be⸗ reitete; die ältern Frauen des Hofs verſchwanden, um entwe⸗ der im Schooß ihrer Familie oder in Damenſtiftern ihre Plätze n— Aber die eigentliche Dienerſchaft des Höchſt⸗ ſeligen„von ſeiner Kargheit nur mit gar ſchmalen Gnadenge⸗ halten bedacht. was ſollte dieſe beginnen? Zu den ſchmalen Gnadenbiſſen waren der Diener viele berufen, und ſie hatten enig Hoffnung„daß der neue Herr ihrer Viele in ſeinem Dienſte behalten würde. Er ſtand im Rufe, ſeines verſtorbe⸗ nen Vetters ganze Hofwirthſchaft nicht beſonders geſchätzt zu haben; auch ſogar den Vetter ſelber nicht, um von oben an⸗ zufangen.— Die Diener ſteckten alſo die Köpfe zuſammen, und warteten bange der Dinge, die da kommen ſollten.
Ein einziger von ihnen ſah der Zukunft mit Selbſiver⸗ trauen entgegen. Es war der Hofzwerg.— Ja; der ſelige Herzog hatte noch einen Hofzwerg an ſeinem Hofe gehalten und hinterlaſſen; wahrſcheinlich das einzige damals noch lebende Eremplar jener in frühern Zeiten ſo beliebten Ertramenſchen.—


