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Band 1 (1847) Band 1
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Helden des Tages beſchäftigt geweſen. Vielleicht bezahlte Be⸗ nito die kurze Freude mit grauſamem Tod, aller menſchlichen Hülfe fern.

Noch viel ſchmerzlichere Sorge malte ſich auf einem hol⸗ den Antlitz. Vergebens forderte der Hacendero ſeine Tochter auf, die Bühne zu verlaſſen, da alles vorüber ſei; ihre Blicke ſtarrten in die Ferne hinaus, während ihre Hand krampfhaft die Sumachblüthen zerdrückte. Allmälig ſtieg die Sonne empor und brannte heiß auf die Ebene nieder, ohne daß auch nur das geringſte Zeichen auf Benitos Rückkehr deutete, der ſchon über eine Stunde fort war. Endlich entrang ſich ein langer Seufzer der Jungfrau Lippen, die alsbald ihre Farbe wieder gewannen; unnennbare Freude ſtrahlte von ihrem Angeſicht, denn von ferne wirbelte ein Staubwölkchen auf, und ihr Herz ſagte: in dieſer Wolke naht er, der lang Erſehnte.

So war's auch. Der Roſſebändiger kam windſchnellen Laufes herbei. Die Vaqueros unterbrachen ihr Kampfſpiel, um zum Empfang des ſiegreichen Genoſſen eine Gaſſe zu bilden. Ein Blick genügte, um zu erkennen, daß Endemoniado nicht länger vom böſen Feind beſeſſen war. Athemlos, niederge⸗ ſchlagen, erloſchenen Auges, mit Staub und Schweiß bedeckt, hatte das bisher unbändige Thier ſeinen Meiſter erkannt. Dem aber war anzuſehen, daß er ſeinen Sieg rechtſchaffen verdient hatte; das Geſicht roth und mit Riſſen gefurcht, die Kleider in Fetzen. Im Augenblick, als Endemoniado, vom Sporn getrieben, mit dem letzten Kraftaufwand in Sätzen zur Bühne kam, lehnte ſich Benito plötzlich zurück und ſtieß einen Schrei aus; das Pferd ſtand wie eine Mauer, und ſo genügte denn