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Band 1 (1847) Band 1
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Darüber vergingen mehrere Minuten. Aufs neue bewehrt, ſprengte er gegen den Stier an, doch mit einer Zurückhaltung, die mich in Erſtaunen ſetzte; ich konnte ſein Betragen nicht der Furcht zuſchreiben, denn ich hatte ganz andere Proben ſei⸗ nes feſten Muthes geſehen. Dem Zögern folgte bald eine ſicht⸗ liche Erſchlaffung,ein Nachlaß der Natur, und ſein Blut ſchien in den Adern zu ſtocken. Wie im Taumel hob er ſchläfrig die Garrocha zur Bruſthöhe des Stiers, und als ſein Pferd zu ſcheuen begann, ließ ihm Cahetano zu allgemeinſter Ueberraſchung den Willen, und ſich aus den Schranken tragen. Geſchrei, Pfeifen und Ziſchen begleiteten die Flucht des Toreador der unbekümmert um Spott und Schande wie ein Trunkener im Sattel ſchwankte, ein Bild des bleichen Todes.

Den Caplan, den Caplan, höhnte es:ein getaufter Chriſt will ſterben!

Neues Pfeifen und Ziſchen! Der Haushofmeiſter war ohnehin allgemein verhaßt. Der Caplan hatte mit großer Theilnahme tem Stiergefecht zugeſehen und zeigte nicht ſonder⸗ liche Luſt, ſein bequemes Plätzchen zu verlaſſen. Vielleicht hielt er den Ruf nur für Scherzz- doch ein Wink Ramons beſtimmte ihn, Folge zu leiſten, und brummend ritt er dem Flüchtling nach.

Die Schranken waren in der Verwirrung nicht wieder geſchloſſen worden, und der Stier entſprungen. Was den Zuſchauern nicht ſonderlich zuſagte, die auf ein längeres Ver⸗ gnügen gezählt hatten. Doch faßten ſie ſich kurz und unter⸗ hielten ſich mit allerlei Reiterkünſten, die mir viel Vergnügen

gemacht hätten, wäre nicht mein Sinn unaufhörlich mit dem