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Band 1 (1847) Band 1
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getäuſcht, hob Endemoniado ſich bäumend auf die Hinterfüße. Vergeblich gruben ſich die Sporen in ſein Fleiſch und entpreß⸗ ten ihm einen Schmerzenslaut; er ſtieg, ſtieg und überſtürzte ſich. Die Zuſchauer ſtießen einen Schrei des Entſetzens aus; nur der Sattelknopf ſtapfte die Erde und guetſchte den Wider⸗ riſt des Gauls. Benito hatte ſich zu rechter Zeit noch hinab⸗ geſchwungen. Endemoniado ſchnellte auf, nicht minder raſch und gewandt flog Benito gleichſam in den Sattel, und ſelbſt ein alter Stallmeiſter würde ihn diesmal nicht geſcholten ha⸗ ben, daß er regelwidrig von der rechteu Seite her aufſaß. Der Fuchs wieherte, und der Vaquero wüthete, daß er, zum erſten⸗ mal im Leben, ſich hatte bügellos müſſen machen laſſen. Die Sporen hackten wie toll, die Fäuſte ließen nur die Bremſe fahren, um einen Hagel von Peitſchenhieben auszutheilen. Der Vortheil war indeſſen noch auf keiner Seite, und nach dieſem harten Strauß ſchöpften die zwei Widerſacher ein wenig Athem. Von allen Seiten tönte Beifallklatſchen, und wahrlich, vor ſol⸗ chen Zuſchauern Beifall in Reiterkünſten zu erwerben, das heißt wohl nicht weniger als Uebermenſchliches leiſten.

Sei es nun, daß unſer Vaquero zu denen gehört, welche der Beifall berauſcht, ſei es, daß in der That ſeine Zuverſicht in die eigene Kraft keine Grenze kannte, kurz er zog ein fei⸗ nes Meſſerlein aus dem Stiefel.

Don Ramon wurde unruhig, denn es handelte ſich um das Leben eines ſeinigen Pferdes.Er wird doch nicht? rief er.

Ein verächtlicher Blick aus der Tochter ſchönen Augen gab dem Vater Beſcheid; wie konnte er auch vorausſetzen, daß ein Mann, dem Maria Antonia im Herzen zugethan war, ein