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tern und Hörnern nie des erkorenen Zieles fehlte. Vor dem herausgezerrten Thier öffnete ſich's dann wie eine Gaſſe im Waſſer, die ſich im Augenblick wieder ſchloß. Vor der Schranke nahte ein zweiter Reiter, warf nachläſſig ſeine Schlinge zur Erde, zog ſie dann raſch empor, ſpornte ſein Roß, und das gefangene Thier, plötzlich ſo von zwei Seiten gezerrt, ſtürzte zu Boden. Im Nu ziſchte das heiße Eiſen auf ſeinem Fleiſch, eine kleine Wolke wirbelte auf von der Flanke des ſchmerzlich zuckenden Geſchöpfes, das, losgelaſſen, aufſchnellte und gebrand⸗ markt zur Wildniß floh. Bald umgab uns dicker Dampf, worin nur undeutlich die zappelnden Körper, die Metallgeſichter und die rothgeglühten Eiſen ſchwammen. Hie und da brachte ein wunderſamer Satz alles ringsumher in Unordnung, wenn irgend ein ungebändigter Wildfang im Schmerz der Brand⸗ wunde ſich unter eines Vaquero ſtählernen Schenkeln wehrte.
Ich habe bereits angeführt, daß der Augenblick des Bändigens dem Vaquero verderblich werden kann. Die Sache verhält ſich ſo: wenn das Füllen niedergeworfen und gebrannt iſt, wird es, je nach der Heftigkeit ſeines geleiſteten Widerſtandes auf dem Boden feſtgehalten, oder man läßt es ſich aufrichten. Eine Lederhülle wird ihm über die Augen geworfen. So des Lichtes beraubt, läßt es ſich gemeiniglich mit ziemlicher Geduld ſatteln und gürten. Eine Schnur von Roßhaar wird um die Nüſtern feſtgemacht,(nach ſüddeutſchem Ausdruck: gebremſt), und dieſer Kappzaum(bozal), dient zu⸗ gleich als Zügel. Nachdem der Vagquero ſorgfältig den Sat⸗ telgurt geprüft, macht er ſich, die langen Sporen an den Füßen, ſattelfeſt, indem er ſich, je nach der Lage des Thieres,


