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Band 1 (1847) Band 1
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einte ſich in ihm mit der wilden Kraft der Indianer, die einſt auf dieſem Boden herrſchten. Die olivenfarbige Haut, der etwas dünne Bart, das leichtgekräuſelte Haar, der ſchlanke gerade Wuchs zeigten in ihm eine Art, welche durch Kreuzung vorzüglicher geworden. Benito bemerkte alſogleich das junge Mädchen, das unter ſeinen Feuerblicken erbebte. Maria An⸗ tonia erröthete; ſchnell zog ſie den Rebozo über die gelöſten Locken und die blanken Schultern, doch wich ſie nicht von der Stelle. Mich zog dieſe ſtumme Zwieſprache ungemein an; voll Theilnahme ſah ich das herbe Schäferſpiel zwiſchen dem halbwilden Manne, unbeugſam und hart wie Eiſenholz, und der kecken Reiterin, der nichts Weibliches geblieben, als die Schönheit und die verſchämte Jungfräulichkeit.

Neben den Schranken verbreiteten zwei Sumachs mit dichten Blüthendolden kühlen Schatten; zwiſchen ihnen war eine höchſt einfache Bühne aufgeſchlagen. Don Ramon fragte, wem er dieſe unerwartete Aufmerkſamkeit verdanke.

Benito Goya hat es ſo angeordnet, erklärte Juan, die Hand am Hut.

Don Ramon runzelte wie mißbilligend die Stirn, denn er mochte fühlen, daß die Aufmerkſamkeit ihm ſelber nur ſo nebenbei galt, doch nahm er mit ſeiner Tochter und dem Ca⸗

dahin aus, um der freieren Bewegung willen. Die Vaqueros trieben ſich außen an den Schranken um⸗ her. Sobald ihr geübtes Auge ein Füllen oder junges Rind erblickte, die noch nicht gezeichnet waren, ſchwenkten ſie den Lazo, der mit ſicherm Wurf inmitten dieſes Meeres von Häup⸗

plan nichtsdeſtoweniger den Platz ein; ich ſchlug die Einladung.