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von ihm aufheben läßt oder ſich aufſchwingt. Die Lederbinde fällt. Einen Augenblick ſteht noch das Roß wie zaudernd und zweifelnd; aber der Wildniß wohlvertrauter Anblick, der heimiſchen Wälder Duft, die ungewohnte Laſt entlocken ihm ein Wiehern der Wuth; alles Zweifeln hört nun auf. Zu⸗ erſt verſucht es den Sattel abzuſchütteln, doch der Gurt ſchnei⸗ det fich tief in den aufgeblähten Leib. Es will des Reiters Beine mit den Zähnen faſſen, aber der Bozal reißt ihm das Haupt unſanft zur Seite. Mit allerlei abenteuerlichen Sätzen und Sprüngen ſucht es den Reiter abzuſchleudern, bäumt ſich ſchier ſenkrecht empor, um hernach deſto heftiger hinten auszu⸗ feuern; alles vergeblich. Bis dahin hat der Reiter das Thier ſo ziemlich gewähren laſſen, aber nun fängt er an. Er drückt dem Thier die Sporenräder tief in die Weichen, daß es vor Schmerz aufſchreit. Außer ſich vor machtloſer Wuth und ver⸗ letztem Stolz, ſetzt ſich das Roß auf die Hanken, und ſchnellt ſich in unglaublichem Sprunge vorwärts, um dann unerwar⸗ tet ſtehen zu bleiben. Der Vaquero hat ſich aber, kaum daß er es ſelber weiß, zurückgelehnt, und ruhig ſitzt er da, als wäre nichts geſchehen. Aufs Neue beginnen die Sporen ihre blutige Arbeit, bearbeitet die Cuarta des Thieres Hintertheil, und nun geht's fort. Nach ſtrengem Lauf fährt aus den ge⸗ bremſten Nüſtern der Athem wie aus ziſchenden Pfeifen, die Flanken dampfen und bluten. Der letzte verzweifelte Verſuch des gehetzten Thieres zielt gewöhnlich dahin, ſich ſammt ſeinem Peiniger an irgend einem Baumſtamm zu zerſchellen; dann erſt bekennt es ſich für überwunden, folgt gelehrig dem Druck der Wade und dem Zuruf der Stimme; es iſt, mit einem


