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Band 1 (1847) Band 1
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Verbeugung gegen Herren und Frauen, die Stube verließ. Mir fallt ein Gewichtſtein von der Bruſt! ſagte Colman.

Es war ſchon ſpät am Abend, der Sänger etwas müde, unruhig ſein Herz, weil er vernommen, daß Frau Urſe in der Küche mit Aenneli grob Wetter aufgeführt, und das Mäd⸗ chen in deſſen Kammer eingeſperrt hatte. Heiri hatte dem Freunde das geſteckt, und mit ihm auf eine beſſere Zukunft für die Schweſter getrunken. Heiri hatte wohl bemerkt das Mitgefühl, das aus Gottraths Augen ſich kund gegeben, aber auch weiter nichts. Gottlob, daß Niemand hinter das Geheimniß meiner Bruſt gerathen! dachte Gottrath: wie übel möchte das der geliebten Jungfer heimkommen und fie weiß erſt nicht, wie tief ſie mir im Herzen ſitzt, und darf's nie wiſſen, ſo gern ich's ihr auch geſtehen möchte!

Da klapperte neben ihm ein kleiner Fenſterflügel an des Blumenſtocks Erdgeſchoß. Iſts Aenneli? ſchoß dem Sän⸗ ger plötzlich durch den Kopf. Richt doch; ein weiblich Weſen allerdirgs; hieß aber Frau Urſeund nicht Aenneli.

Lieber Geſell, flüſterte Urſe recht inniglich dem Scheiden⸗ den zu:Ihr geht ſo früh von hinnen?Liebe Frau, die Stund' iſt da; verſetzte leiſe der überraſchte Gottrath.

Doch iſt morgen auch ein Tag, fuhr die Frau fort,und ich werde am Abend Euch wiederſehen, mein Augentroſt?

Gewiß, gewiß, ſobald der Mond kommt. Wie der

Hauſe, liebe Frau.

Hirſch nach kühlem Bade, ſo ſehne ich mich nach Eurem