Jahrgang 
1855
Einzelbild herunterladen

Luſſen ten ge⸗ aſſung 3, trot ungen und Ende lag in

Und

etgtif Blick in

runten warf ück und ernen uck de dann

preßte,

einem nſuß⸗ führt ten ſich erlebt drängt en, zit⸗ Kronen h jeb

Von Edmund Hoefer. 439

Bäumen rings, durch die Oeffnung drüben ſah man noch die See blau und blitzend, und über das alles erhoben ſich die beiden alten Tannen in ihrer ſtillen, ernſten und dunklen Majeſtät.

Komm, Natalie, ſprach der Mann, eine gealterte, aber noch ſtatt⸗ liche Figur in der Interims⸗Uniform eines höheren Offiziers, und bot ſei⸗ ner Begleiterin den rechten Arm, während der Aermel, welcher den linken enthalten ſollte, leer über die Bruſt geknöpft war.Der Weg iſt weiter als ich ihn in der Erinnerung ſchätzte, und wir haben nicht mehr die jun⸗ gen Beine, die ihn damals kurz fanden. Komm zu den Tannen und ruhe dich aus, Frau. Auch die Dame war in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren allerdings um ſo viel älter geworden, aber ihre Figur war noch voller Anmuth und von vollendeter Haltung, und die Züge des Geſichts hatten gehalten, was ſie einmal in der Jugend verſprachen: die geiſtige Schönheit durchſtrahlte und erhellte das feine, regelmäßige Geſicht ſo wun⸗ derbar, daß man mit vollem Recht zweifeln konnte, ob dies Weſen damals als Mädchen oder jetzt als weit über vierzig Jahre alte Frau vollendeter, anmuthiger ſchön geweſen.

Sie nahmen Platz und ruhten, bald im lebhaften oder innigen Ge⸗ ſpräch, bald im ſchweigenden Denken oder Schauen. Nach einiger Zeit kam von der entgegengeſetzten Seite ein alter Herr im langſamſten Schritte da⸗ her; ein Reitknecht mit zwei Pferden folgte ihm in einiger Entfernung. Bei ſeinem Nähern fuhr Natalie, die ihn zuerſt bemerkt und den Gatten auf ihn aufmerkſam gemacht, leiſe zuſammen, und eine feine Röthe ver⸗ breitete ſich momentan über ihr Geſicht.Mein Gott! ſprach ſie leiſe, kann das der Graf ſein? Der Mann drückte ihr warm die Hand.Er iſt's, mein Herz; aber in der That iſt er älter und verbrauchter, als ich es bereits fürchtete, gab er gedämpft zur Antwort.Laſſe ihn uns aber ruhig erwarten; vielleicht geht er vorbei, ohne uns zu erkennen.

Wie der Graf herankam, ſah man, daß er ſich wirklich überaus ver⸗ ändert; ſein Gang war ſchleppend, die Geſtalt gebeugt und ſein Geſicht, wie man es zuweilen an den Köpfen alter Ariſtokraten findet, faſt nur Falte an Falte, aus denen kein Zug mehr klar hervortrat, es müßte denn Härte und Stolz geweſen ſein, welche aus den Linien um Mund und Auge zu ſprechen ſchienen. Indem er vorübergehen wollte, ſah er auf und er⸗ blickte das Paar, und bald ward ſein Blick immer überraſchter und prüfen⸗ der. Endlich trat er mit einer leichten Verbeugung näher und ſprach hüſtelnd: