Jahrgang 
1855
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Von Moritz Buſch. 229

burg und in der Grafſchaft Rantzau häufig auftritt und nichts Anderes iſt, als ein Ueberreſt alter Wurzelſchößlinge, ſind Zeugniſſe für die Begründung der Sage. Die zahlreichen Waldungen der dithmarſiſchen Geeſt eriſtirten noch in geſchichtlicher Zeit. Noch im dreizehnten Jahrhundert durchzog das Amt Reinbeck von einem Ende zum andern den großen Eichen- und Buchen⸗ forſt Asbrok. Wo jetzt die Segeberger Heide ſich ſtreckt, dunkelte noch hun⸗ dert Jahre ſpäter der Urwohld, und von Lütjenburg bis Schleswig, eine Strecke von zehn Meilen, auf der gegenwärtig nur kleine Gehölze vorkom⸗ men, rauſchten einſt die Wipfel des ungeheuren Iſaretzv.

Einen Theil der Stämme, welche in den Mooren lagern, legten wohl ſchon die Sturmfluten einer Zeit nieder, an die es keine Erinnerung gibt. Andere Wälder läßt die Sage von den Schweden niedergebrannt ſein. Wären ſie geblieben, oder mit Maß gelichtet worden, ſo würde der hohe Landrücken unzweifelhaft eine andere Geſtalt haben. Ihre zu raſche Zer⸗ ſtörung ſtellte dieſen Rücken dem Weſtwinde bloß, der jetzt keine Holzkultur mehr zu dulden ſcheint. Die Rodungen waren viel zu bedeutend, um von der ſchwachen Bevölkerung ſofort urbar gemacht werden zu können. Sie bedeckten ſich raſch mit Heidegeſtrüpp und Flugſand. Das Klima wurde rauher, und die Möglichkeit des Anbaues ging allmählig beinahe ganz verloren.

Wir haben das Hügelland der Oſtſeite und die Hochflächen der Mitte Nordalbingiens betrachtet. Wenden wir jetzt den Blick auf den weſtlichſten Streifen des dreifarbigen Bandes, als welches unſere Vogelſchau uns die Halbinſel erſcheinen läßt.

Geht der Charakter der Oſtküſte im Allgemeinen nur langſam in den der hohen Geeſt über, ſo iſt der Unterſchied hier, am Rande von Geeſt und Marſch, allenthalben ein ganz plötzlicher. War der Oſten vor allem ſchön und wechſelvoll, der Mittelſtreif düſter, unfruchtbar und eintönig, ſo iſt das Charakteriſtiſche in der Phyſiognomie dieſes weſtlichen Dritttheils ſeine außerordentliche Ergiebigkeit, verbunden mit einer Einförmigkeit, die, beſonders im Norden der Eider, faſt noch ermüdender iſt, als die der Heiden.

Die Grenze iſt wie mit dem Meſſer abgeſchnitten. Wer ſie, ohne vor ſich zu blicken überſchreitet, plumpt förmlich in eine andere Welt. Dieſſeits Sandboden, Heidekraut, ſpärlicher Graswuchs, dürftiger Buchweizen und dünner durchſichtiger Roggen, jenſeits die fetteſte Ackerkrume, die je auf⸗ gebrochen und beſäet ward, Weizen ſo hoch wie Schilf, Gerſte ſo ſtark und ſchön wie Weizen, Gras ſo üppig wie Gerſte und ein Flor von Butter⸗ und