Jahrgang 
1855
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Von Moritz Buſch. W

Gemiſch von Heidekraut, Sandhafer und Zwergweiden. Gleich dem Fleiſche unter dieſem Zottelpelze zeigen ſich da und dort Schrunden, wo die Unter⸗ lage dieſer Wüſtenvegetation, die blaurothe Ahlerde zu Tage tritt. Gleich garſtigen Beulen, Warzen und Blattern erheben ſich hier und da, bedeckt mit graugelben Grasbüſcheln, die blaſenförmigen Anſchwellungen eines Hochmoors. Gleich Brandſtellen ſind dort Senkungen, in denen, von ſchwarzen Torfwänden umgeben, dunkle Waſſerlachen, mit halbverfaulten Reſten von Baumſtämmen, den Knochen dieſes wüſten Körpers, ſtehen. Am Horizonte tauchen wie Höcker Hühnengräber auf. Bisweilen zieht ſich mit windzerzausten Wipfeln und verkrüppelten Stämmchen ein Krattbuſch hin, oder ein niedriges halbverdorrtes Nadelgehölz zeigt, wie der Wind hier der Anſtrengungen des Menſchen, Wälder zu pflanzen, ſpottet. In der That, man könnte glauben, das grauſige Bild des nordiſchen Fenrirwolfs müſſe auf einer dieſer Heiden entſtanden ſein.

Die weitere Wanderung liefert kein tröſtlicheres Bild. Hier wühlt der Wind im Sande und jagt mächtige Staubwolken auf. Dort wieder ſchreitet der Fuß über ſchwankenden Raſen, unter dem, wie die tief eingeſchnittenen ſchwarzen Wagenſpuren verrathen, ein Sumpf ſich birgt. Dort tritt der Moraſt mit ſchilf⸗ und binſenbewachſenen Lachen aus der Tiefe. Weit und breit iſt kein Dorf zu erblicken. Nur hin und wider wird eine Hütte, wo man Torf trocknet, nur ſelten ein einſames mit Heideplaggen gedecktes trüb⸗ ſeliges Haus ſichtbar. Eine dürre Kuh und einige Schafe weiden auf dem Grasflecke, der dabei iſt. Selten geht ein Pflug über dieſen Boden, der nur wenige Halme als Entgeld liefert. Selten vernimmt das Ohr eine andere Stimme als das ſchrille Geſchrei von Kiebitzen und Haſelhühnern. Das Auge, welches einen Blick für das Kleine und Einzelne hat, wird ſelbſt hier einige Urſache zur Freude und Bewunderung finden. Die Blumen der Heide ſind ſchön und ſcheinen um ſo ſchöner, je ſeltener ſie ſind. Aber der Ein⸗ druck des Ganzen iſt überaus troſtlos. Mit Mühe erwehrt ſich der Reiſende der Schwermuth, und mit beſchleunigtem Schritte eilt er den Oaſen zu, die zwiſchen dieſen ſtillen, trauervollen Einöden ſich jetzt, Dank der Thatkraft und Ausdauer des hieſigen Volkes, weit häufiger finden als ehedem.

Nur die großen Heiden nämlich, durch welche die Straße von Tondern nach Flensburg oder der Weg von Hadersleben nach Lygumkloſter führt, tragen dieſes abſchreckende Gepräge. Anderwärts theilt faſt überall in ge⸗ ringen Zwiſchenräumen ein Fluß oder Bach, der aus ſchönern Gegenden

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