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Von Moritz Buſch. 225
Hier kräuſelt der Oſtwind die Fläche des Weſtenſees, hier wallt unter ſei⸗ nem Hauche zwiſchen begrasten Höhen das Windebyer Noor, und hier zieht ſich, bald als enger Kanal, bald als breite Bucht zwiſchen Hügelrücken, über welche Sonnenblicke und Wolkenſchatten hingleiten, die Schlei hin. Dort liegt, indem wir weiter nach Mitternacht fliegen, wie ein meilenlanges Huf⸗ eiſen, das tauſendjährige Schleswig unter uns— die älteſte Stadt Nord⸗ deutſchlands, und doch wie freundlich! Dort ſehen wir von dem Grabhügel auf dem Schiersberge, in dem ein goldgepanzerter König des Alterthums auf ſeinem Roſſe ſitzend begraben iſt, weit hinein in das Land mit ſeinen wogenden Saaten, ſeinen grauen Dörfern und ſeinen Wäldchen, über deren gerundete Wipfel mehr als ein Dutzend ſpitzer Kirchthürme hervorlugen, und weit hinaus auf die See und ihre Inſeln.
Auf der Düppler Schanze ſtehend, werden wir wieder durch ein an⸗ deres Bild erfreut. Es ſind die Gefilde Sundewiths mit dem entzückend anmuthigen Waldflecken Gravenſtein und ſeinem weißen Schloſſe, es iſt das Nübel⸗Noor mit ſeinen zahlloſen hellroth ſchimmernden Ziegeleien, es iſt die prächtige Föhrde von Flensburg mit ihren Vorgebirgen, und es ſind vor allem die lieblichen Scenerien der Inſel Alſen, die uns hier entgegentreten — Alſens, das an heitern Morgen wie ein Smaragd in Silber gefaßt aus der glitzernden Salzflut emportaucht.
Auch der äußerſte Norden des Herzogthums iſt nicht ohne große Schön⸗ heiten. Dort an der waldumkränzten Bucht iſt Apenrade mit ſeinen Werften, dort, wo die Heide ſich mit kahlen Hügeln hart an's Meer drängt, hat dieſes ihr zum Trotz bei Kirkeby eine ſeiner reizendſten Halbinſeln und bei Gjenner eine ſeiner freundlichſten Baien geſchaffen. Dort im Hintergrunde des Ha⸗ derslebener Dammes(d. i. ein See oder Teich) verbirgt der Buchenwald das zauberhaft ſchöne Törning, ein wahres Kleinod in dem Idyllenkranze Schles⸗ wigs. Da endlich läßt die Skammlingsbank, der höchſte Berg des Herzog⸗ thums, im Oſten den kleinen Belt und das Geſtade Fühnens, und nach den drei andern Himmelsgegenden hin das ganze Amt Hadersleben bis zur Grenze Jütlands überſchauen, über die aus der Tiefe der Bucht von Kolding, ähn⸗ lich dem Heidelberger Schloſſe, die einzige ſehenswerthe Ruine der eimbri⸗ ſchen Halbinſel blickt.
Ich meine nicht zu viel zu behaupten, wenn ich ſage, daß der Landſtrich, den ich in dieſen Andeutungen zu zeichnen verſuchte, daß das öſtliche Dritt⸗ theil des nordalbingiſchen Deutſchlands ſich den anmuthigſten Gegenden der
Hausblätter. Jahrg. 1855. IV. Bd. 15
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