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Von Hermann Emmerich. 475
Wilden in geſellige fromme Ackersleute und Handwerker umzugeſtalten.“ Einſt ſprach er ſcherzend:„Nur zwei Dinge gehen Ihnen noch ab, nämlich, daß ſie die erwachſenen ausſchweifenden Jünglinge in Ordnung bringen und noch ein— Sch uſter werden.“—„Zu dem erſtern,“ antwortete ich, „muß Rath werden, ich habe bereits die Einleitungen getroffen, und das zweite ſoll in einigen Tagen bewerkſtelligt ſein. Ich hielt Wort, lernte durch Zertrennen alter Schuhe neue machen, und ſtellte mich dem freund⸗ lichen Spötter mit meinen neuen Kunſtprodukten dar. Sehr ernſtlich betrieb ich nun auch die Beſſerung der Jünglinge, die jede andere Beſchäftigung ſcheuten als die Jagd und das Suchen des Honigs in den Wäldern.“ Achtzig derſelben ließ er vor ſich kommen und ermahnte ſie; 50 ſchickte er ſogleich in die Werkſtätten, die übrigen mußten zu Spaten und Pflug greifen. „Einige Zeit nachher führte ich den Pater Joſeph in die Werkſtätte und zeigte ihm die ehemaligen Lüftlinge. Er lächelte zufrieden, und mag ſich der Worte erinnert haben, die er bei einer andern Gelegenheit zu mir ſprach: „Sie ſind ein Preuße(ich bin ein Niederſchleſier) und machen das Unmög⸗ liche möglich, wie Ihr König Friedrich.— Die Indianer machten große Fortſchritte in den Handwerken. Jetzt wagte Pauke kühne Verſuche, die über ſeine Erwartung gelangen. Er ließ für die Kirche zwei Teppiche mit Figuren und Blumen verfertigen, in ähnlicher Weiſe wie man Zeuge von geſchnittenem Sammt macht. Er baute ſogar eine Orgel mit fünf Regiſtern, die man nach Santa Fé haben wollte, und für die man ihm 800 Thaler bot. Er ſelbſt hatte ſie mit Beihülfe ſeiner Indianer verfertigt.
Wir begreifen ſeinen Stolz, wenn er ausruft:„Warum ſollten wir nicht geſtehen, daß wir uns um dieſe Menſchen Verdienſte erworben hatten? Man redete von den Schätzen unſerer Reductionen, und wir litten anfangs Noth und Elend, und unſer Glück beſtand auch in der Folge nur in der Genügſamkeit, die wir unſere Zöglinge lehrten. Man warf uns vor, wir hätten mit unſern Reductionen die ſpaniſchen Städte gefahrdrohend um⸗ zingelt, und wir durften doch nur an jenen Plätzen unſere Kolonien an⸗ legen, die von den ſpaniſchen Obrigkeiten unterſucht und zur Anſiedelung tauglich erklärt wurden. Ja, die Spanier haben ſogar immer darauf ge⸗ drungen, daß die Neubekehrten nahe bei den Städten wohnen möchten, weil ſie dieſe für die beſte Schutzmauer gegen den Andrang der Wilden anſahen. Wir ſollen Magazine zu verbrecheriſchen Zwecken angelegt haben! Dieſe waren nichts anders als Häuſer, in welchen jeder Indier ſeine eigenen


