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Von Hermann Emmerich. 469
Dorf war keine Spur mehr vorhanden; es wurde zum drittenmal aufge⸗ baut, ſechs Meilen weiter nach Norden hin. Grade um dieſe Zeit erſchien Florian Pauke. Seine Thätigkeit begann damit, daß er Ziegel bereitete und die Mokobis einlud ein Gleiches zu thun. Sie antworteten, daß ſie zu träg ſeien.— Wie beſiegte er nun dieſe Arbeitsſcheu? Hören wir ihn ſelber: „Abſichtlich verdarb ich etwas; ſie lachten. Ich fragte ſie, ob ſie es beſſer machen könnten, und bezweifelte ihre bejahende Antwort. So reizte ich ihre Eitelkeit, und ſie arbeiteten dann friſchweg, um ihre Geſchicklichkeit zu zeigen. Es gelang mir, ſie durch Scherzen an die Arbeit zu gewöhnen, und bald hatte ich hinlängliches Material.“
Den Ueberfall eines feindlichen Stammes, der Payaguas, vereitelte er durch Wachſamkeit. Pauke war oftmals Feldherr; in jenem Falle nahm er fünfzig ſeiner Pfleglinge, ſuchte den Feind im Hinterhalt auf, ließ ihn angreifen und blieb Sieger. Seine Leute gewannen ihn lieb, weil er die Gefahren mit ihnen theilte, obwohl er ihre Sprache noch nicht kannte. Aber er lernte eifrig; ſeine Indianer beobachteten dabei ein für ihn überraſchendes Zartgefühl; niemand mochte ihm Fehler im Sprechen nachweiſen, und als einſt ein Knabe über ein nicht richtig ausgeſprochenes Wort ſpöttelte, ver⸗ wieſen es ihm die Erwachſenen mit den Worten:„Er bemühet ſich unſere Sprache zu erlernen, wir verſtehen ihn; was willſt du mehr?“ Pauke that, als habe er jene Rüge nicht bemerkt, bat ſie aber bei einer andern Gelegen⸗ heit, ihn zu belehren. Schon im zweiten Jahre konnte er in der Landes⸗ ſprache den Kindern Schulunterricht geben, im dritten Jahre predigen. Er lehrte alle Kinder Leſen, Schreiben und Muſik. Binnen drei Jahren hatte er zwanzig Knaben ſo weit gebracht, daß ſie mit größter Fertigkeit eine muſikaliſche Vesper aufzuführen im Stande waren. Den Erwachſenen gab er Anweiſung in der Tiſchlerarbeit und im Drechſeln. Ueberall rief man ihn zum Vermittler an; er ward bald Liebling aller Kinder; auch die Alten wurden ihm gewogen; viele kamen freiwillig und verlangten die Taufe. Die Unbekehrten lud er einzeln zu ſich ein und ließ ſich keine Mühe ver⸗ drießen, um ſie zu bekehren. Dabei war große Klugheit erforderlich. Der Miſſionär durfte nicht eifrig oder anhaltend ſprechen, ſonſt blieb der Neu⸗ ling fort; er durfte auch nicht laut reden, ſonſt glaubte er, der Pater ſei böſe. Pauke war unendlich langmüthig, aber dafür folgten ihm auch die Indianer wie ſein Schatten. Einſt jagten ſie im Walde; Pauke war bei ihnen und verlangte ein Stück von dem Braten, welchen ſie eben am Spieße


