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Von Friedrich Lampert. 479
Südens tragender Fluß; ihre erſte Führung mahnt uns etwas gar zu ſehr an ihr Heimatland, denn wilde Felſen, abgeſtürzte Blöcke, Gerölle und Schuttmaſſen werden auf einmal die Straßenbegrenzung. In dieſe Felſen⸗ öde paßt das alte, verfallene Caſtell di Drena, an dem wir vorüberkommen; es mag von alter Zeiten Streit und Kampf erzählen, wie es die lange Sarca⸗ brücke von den jüngſten Tagen thut. Wir ſind über ſie weg, und die Gegend hat wieder die alte Lieblichkeit und Anmuthfülle angenommen; ein ent⸗ zückendes Seebild erſcheint: der Doblinoſee, das Schloß des Grafen Wol⸗ kenſtein umflutend. Es ſchaut uns noch lange nach, nachdem wir ſchon hinter dem Dorf Padernone, das ſeine Häuſer unter einem Laubdach ver⸗ birgt, den Berg hinauf ſind, auf deſſen Abhängen uns die ſchönſten Kinder der Alpenwelt, die duftigen Cyclanen, die hier alles roth färben, den Will⸗ komm des Alpenreiches läuten. Vezzano, mit Arco der Ortswürdenträger des Thals, gibt uns einige Raſt; in ſeinem tiefen Thal hinter dem kleinen Vigolo ſehen wir Terlago, umgrünt von reichen Geländen, angeſchmiegt an den Monte Mezana, am Ufer ſeines Miniaturſees liegen.
Allmählig ſenkt ſich die Straße, wäre es möglich, würden uns die Pflanzungen von Schritt zu Schritt üppiger, vollkommener dünken; ſie wollen uns wahrſcheinlich noch einmal ihre ganze Pracht und Schönheit zeigen, um uns die Trennung recht ſchmerzlich empfinden zu laſſen,— denn plötzlich, erſchreckend, unerwartet thut ſich ein Felſenthor auf, die Straße verſchwindet in ſeiner düſtern Mündung und wir können uns kaum faſſen ob der jähen Wandlung. Das Paradies des eigentlichen Südens iſt ge⸗ ſchloſſen; es kommt noch viel herrlicher— allein die eigentliche Grenzmarke zwiſchen Nord und Süd zog ſich mir in jener großen Felſenſchlucht; hoch hängen die ſchwarzen Mauern über, kaum drängt ſich der Himmel etwas durch, ein Wildbach tritt durch die Kluft— da iſt auch ſie zu Ende, ſchon vorher wurden durch die Felsſpalten Berge ſichtbar, dieſe ſind nun näher getreten,— die Geſellen der Freundin Adige,— zu unſeren Füßen zieht dieſe ſelbſt,— das Etſchthal breitet ſich vor uns aus, auffallend in dem eigenthümlichen Schmuck, den ſeine zahlloſen Weiden ihm verleihen, und dort, noch etwas entfernt zwar, aber doch ſchon deutlich ſichtbar glänzen von der Abendſonne umleuchtet, die ſtolzen Kuppeln der Kirchen und Paläſte von Trient.
Ueber die Brücke, über welche einſt andere Leute als wir, Car⸗ dinäle und Biſchöfe, Prälaten und Legaten, Italiener, Hiſpanier, Franz⸗


