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Von Friedrich Lampert. 475
Reſtauration findet. Man iſt bei ſolchen nächſten Umgebungen froh, den herrlichen Vordergrund zu haben und immer anzuſchauen und Herz und Aug daran zu weiden.— Viel vom See können wir hier noch nicht über⸗ ſchauen, aber was wir ſehen, iſt hinreißend ſchön. Die Hauptpunkte ſind hier im Südweſt die lange, ſchmale Landzunge Sirmione,„peninsularum insularumque ocellus,“ und im Oſten der Baldusberg und das von ihm ſich abdachende, weit in die See hineinragende Cap San Vigilio, um wel⸗ ches die Waſſerbahn, dem Aug entſchwindend, nach Norden herumbiegt. Dort im Norden ſteigen hoch und ernſt die Alpen empor, uns die Richtung unſerer Fahrt bezeichnend. Wie vor alten Zeiten, da Virgil von ihm ſang, ſtürmt und tobt der Lago di Garda auch heutzutage noch recht gern und oft. Aber diesmal war er faſt ganz ſtill, die Wogen ſchlugen ganz leis an das flache Ufer, wir hatten eine ungetrübte Fahrt zu erwarten.
Die Warteſtunden waren endlich vergangen, man ſah den Dampfer leicht und zierlich von Riva heranſchwimmen; er fuhr ziemlich weit in den Mincio herein, lud ſeine Paſſagiere, die nun dem gelobten Lande zupilger⸗ ten, von dem wir ſchieden, aus und uns dafür ein, und rauſchte bald wieder ſeinen gewohnten Weg zurück. Ich bitte meine lieben Leſer, mit mir auf dem Verdecke des eleganten, von einem Offizier der k. k. Marine geführten Dampfbvotes Platz zu nehmen, ſich nicht um die Geſellſchaft zu bekümmern, welche aus zwei ſuffiſanten Damen, deren Kammerkätzchen, einem aufdring⸗ lichen, den Blaſirten ſpielenden Religionsprofeſſor, einem ſpitzbärtigen Kapuziner, etwelchen Studioſen und anderweitigen Statiſten beſteht, und nun die Wunder des Gardaſees an ſich vorüberziehen zu laſſen. Wie thei⸗ len ſich die tiefblauen Wogen vor dem ſcharf einſchaufelnden Rade, das gleichſam blaue Feuerfurchen zieht. Und wenn ihr hineingeſchaut habt in die wunderbare Waſſertiefe, dann blickt auch hinauf zum Himmel über euch, der mit dem ganzen Zauber des Südens ſich über dieſe Paradieſesflut wölbt, und dann ſeht hinüber an die Geſtade zur Rechten und Linken. An⸗ fangs ſind ſie noch eben, an das lombardiſche Flachland angrenzend, aber bald kommen die Berge daher; dort tritt ſchon der ſtrenge, kahle Monte Baldo hervor. Noch ſind wir wenige Minuten vom Ufer abgeſtoßen, ſo können wir ſchon die Dörfer und Villen nicht mehr zählen, die namentlich am öſtlichen Geſtade aus den Obſt⸗, Oliven⸗, Feigenwäldern und Reben⸗ geländen auftauchen; das einzige merken wir beſonders, das Garda heißt, das alte Garden mit ſeinen Melodieen vom deutſchen Heldenlied. Nun


