Von Wilhelm Ernſt. 461
mit uns umbgehen. Ihre Kinder haben ſie im Anfang zur heiligen Tauffe geſchicket, mit Fürgeben, ſie ſuchten das Chriſtenthumb, iſt aber lauter Schalkheit geweſen, dieweil ſie dieſelbigen in Jüdiſchen Unglauben hernach aufferzogen, damit haben ſie das h. Sacrament prophaniret und unſer Chri⸗ ſtenthumb verſpottet.— III. Im erſten Contract Anno 12. ſind ihnen die Synagogen und die Beſchneidung verbothen, ſie haben aber beide Stücke behalten; die Beſchneidung iſt realis blasphemia, darinnen ſie Chriſtum ver⸗ werfen, ſo ihr euch beſchneiden laſſet, iſt euch Chriſtus nichts nütze. Gal. 5. V. 2.— V. Es wird darinnen gemeldet, die Jüden ſollen Moſem und die Propheten leſen; aus dem bloßen leſen können ſie aber zur Erkäntniß Chriſti nicht kommen. Der Cämerer der Königin im Morenland las das 53. Ca⸗ pittel Eſaiae, konte es aber nicht verſtehen. Er fragte Philippum: von wem redet der Prophet, redet er von ſich ſelber oder von einem anderen? Als ihm aber Philippus ſolches vom HErrn IEſu erkläret, ließ er ſich tauffen.— Ihre Rabbiner, welche über Moſen, die Propheten geſchrieben, ſind mit Blindheit, Wahnſinnigkeit und Raſen des Herzens geſchlagen, haben mit ihrer Auslegung Moſen und die Propheten verfelſchet und verdunkelt, darüm müſſen ſolche Texte von Chriſto ihnen erklärt werden.— VlI. Ihre Syna⸗ gogen können nicht gelitten werden, denn ſie ſind des Satans Schulen. Die darinnen plarren, ſpeien, heulen, grüntzen, fluchen ſind Feinde deß Kreuzes Chriſti u. ſ. w.— VII. Calviniſten, Papiſten, Wiederteuffer haben ihre Kirchen in Altona. Juden ſind nicht beſſer. Der Quäker Verſamm⸗ lung iſt zerſtöret, der Juden iſt nicht beſſer. Mit was Gewiſſen kann man denn ihre Kirchen Verſammlung excusiren und defendiren? So jemand zu euch kommt und bringet dieſe Lehre nicht mit, den nehmet nicht zu Hauſe, grüßet ihn auch nicht, denn wer ihn grüßet, der machet ſich ſeiner böſen Werke theilhaftig. 2 Joh. V. 10. 11.— IIX. Die große Schmach, welche die Jüden R. Ministerio alhier anthun, verdienet allein, daß ihre Läſter⸗ häuſer abgeſchaffet werden. Als für wenig Jahren eine Jüdiſche Dirn zum Chriſtenthum getreten, haben die Jüden beim Hochw. Rath uns verklaget, daß wir Menſchen⸗Diebe wären, und begehret, daß wir in die Metallen Gruben ſollten condemniret, ja mit der poena capitis beleget werden. Sind das nicht gifftige Baſilisken?— IX. Es hat ſich der Texeira unterſtanden in öffentlicher Procession einer Chriſtlichen Leichenbegängniß zu erſcheinen, welches nicht kan gelitten werden, kommet es noch einmahl wieder, ſo werden wir ihn auf allen Cantzeln mit Namen nennen, und ſolche Schmach unſeres Chriſtenthums wiſſen zu retten.—
————


