353 gen ſorgt! Seitdem er hiet iſt, hab' ich ſchon oft des Abends die ſchoͤnſten Blumen auf mei⸗ nem Tiſche gefunden. Vor einigen Abenden hatte ich den Wunſch geäußert, mir durch Jo⸗ hann ein Klavier beſorgen zu laſſen. Am andern Abend fand ich ein ſchoͤnes Inſtrument auf mei⸗ ner Kammer. Johann iſt gewiß mit im Spie⸗ le, und doch will er von nichts wiſſen; auch der Oheim Ludwig laͤugnet es geradezu ab.— Lo⸗ ben Sie wohl, meine gute Mutter!
Bernheim an Saalfeld⸗
Mit mir iſts aus! Ich halte mich nicht tänger. So ſind denn alle Weiber falſch, leicht⸗ ſinnig, veränderlich?— So iſt kein Herz, dem man trauen kann?— Auch Sie hat mich betrogen, mich hintergangen!— Sie?— Hatte ich denn je Anſpruͤche auf ihr Herz, auf ihre Neizung? War es nicht vielleicht bloße Ein⸗ bildung, was mich glauben ließ, ich wuͤrde von ihr vorgezogen? Habe ich ihr je ein Wort ge⸗ ſagt, das ſie an mich binden kounte? und habe
Dritter Band. 3


