Jahrgang 
3 (1799)
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haben wuͤrden, zuruckzugeben. Uebrigens macht allerdings die Mannichfaltigkeit der Seelenſtimmungen der Leſer auch Mannich⸗ faltigkeit der Darſtellungen nothwendig; und wir werden auch darauf Ruͤckſicht nehmen. Blos vollendete Meiſterwerke der Rede⸗ kunſt aufzuſtellen, verſprachen wir nicht, konnten es auch nicht verſprechen; da der ſtrengere Pruͤfer bei Menſchenwerken vollige Vollendung in jeder Ruͤckſicht nie, und ſelbſt ungeſtorte Annaͤherung zur Vollendung hoͤchſt ſelten findet. Nie hat irgend eine Zeitſchrift, von Addiſons Zuſchauer an bis auf den Mer⸗ kur und die Horen, ſich ruͤhmen koͤnnen, lau⸗ ter vollendete Kunſtwerke zu liefern. Fuͤr gute und zweckmaͤßige Aufſaͤtze aber burgen die Namen unſerer Mitarheiter und der Bei⸗ fall, deſſen unſer Publikum bisher dieſe Zeit⸗ ſchrift gewuͤrdigt hat.

Daß die Ruheſtunden vorzuͤglich Scenen

des wirklichen Menſchenlebens vorlegen, iſt

ganz in dem Zweck dieſer Zeitſchrift, welche beſonders ſolchen Leſerinnen und Leſern be⸗

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