4 Geiſt. Als Knabe und Juͤngling lebt er ohne Anſtrengung, im Ueberfluß; aber, unter Be⸗ ſchwerden und duͤrftig durchwandert er das Alter. Deſſen, was er gethan hat, ſchämt er ſich; das, was er thun ſoll, liegt druͤckend auf ihm, gleich einer ſchweren Laſt. Alles Ange⸗ nehme erſchopfte er als Kind und Jungling in eilender Haſt; alle Beſchwerden legte er fuͤr das Alter zuruͤck.⸗
„Tugend aber und Weisheit iſt Genoſſin der Gottheit, Genoſſin aller guten Menſchen. Sie iſt die geliebte Gehuͤlfin bey jedem Ge⸗ ſchaͤft, iſt dem Hausvater Schuͤtzerin des Hau⸗
ſes, iſt freundliche Helferin dem Weibe, dem
Kinde, dem Diener, iſt treue Gehuͤlfin der Arbeiten im Frieden, ſtaͤrkende Mitkämpferin im Kriege, ſie iſt die beſte Genoſſin der Freund⸗ ſchaft. In Ruhe und mit Vergnuͤgen eſſen und trinken ihre Freunde; denn Hunger und Durſt wuͤrzen nach nuͤtzlicher Arbeit ihr Mahl. Suͤ⸗ ßer ſchlafen ſie, als die, welche jede Anſtren⸗


