Jahrgang 
4 (1864)
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Zur Lecture. 477

Rouſſeau's, der Engländer, ja ſogar des dürren Berliniſchen Nicolai; wir tauchen dann mit ihm in der Romantik unter und ſteigen mit ihm wie⸗ der bei der Ueberſetzung Shakeſpeare's, bei den Novellen, deren eigent⸗ licher Schöpfer er iſt, aus ihr hervor. Wir ſchöpfen endlich aus ſeinen Schriften eine, wenn wir recht zu leſen verſtehen, ziemlich genaue und höchſt intereſſante Kenntniß der damaligen Flutungen, Kämpfe und Zänke⸗ reien in der Litteratur, der Kunſt, dem geſellſchaftlichen Leben, und er⸗ halten das alles in einer Darſtellung und Form, die ſich zum Theil der höchſten Vollendung nähert, nicht ſelten ſie erreicht. Wenn Tieck und ſeine poetiſchen Schriften trotzdem im Ganzen genommen zu dem gezählt werden müſſen, was faſt nur noch hiſtoriſchen Werth und keine directe Wirkung mehr auf unſere Zeit und das heutige Publikum hat, ſo ſuchen und finden wir das einerſeits darin, daß er, ſo weit er die Genoſſen überragte, ſich doch eigentlich nie von der Schule, ihrer einſeitigen Weiſe und ihren einſeitigen Forderungen loszumachen verſtand, und ſehen es ande⸗ rerſeits dadurch gerechtfertigt, daß er ſich, wie oben geſagt, nirgends über ſeine Zeit erhob, welche für uns längſt ſelber zu einer nur noch hiſto⸗ riſchen geworden iſt.

Der hiſtoriſche Werth bleibt aber dem Dichter und ſeinen Dich⸗ tungen, um welche beide ſich fünfzig und mehr Jahre lang ein großer, bedeutſamer Theil unſerer Litteratur, und die meiſten, in dem einen oder andern Fache, in der Kunſt, in der Geſellſchaft hervorragenden Zeitge⸗. noſſen gruppiren, im vollſten Maße. Und es muß daher nicht nur den wirklichen Litterarhiſtoriker, ſondern jeden, der ſich für unſere Litteratur und ihre großen Schöpfer und Förderer intereſſirt, mit dem lebhafteſten Danke erfüllen, daß uns in den vorliegendenBriefen an Tieck ein Bei⸗ trag zur Kenntniß ſeines Lebens, ſeines Wirkens und ſeines Einfluſſes, ſeiner Zeit und Zeitgenoſſen geboten wird, wie man ihn kaum reicher und inſtructiver hoffen konnte. Es ſind nur die beiden erſten Bände und die Schreiber ſchließen mit Mörike ab, der Herausgeber iſt dem, bei dem vorliegenden reichen und doch vereinzelten Material gewiß richtigen Grundſatze gefolgt, die Briefe nicht nach den Jahrgängen, ſondern nach den Namen der Correſpondenten alphabetiſch einander folgen zu laſſen dennoch aber erſehen wir ſchon aus ihnen, was das für ein Kreis von Gelehrſamkeit, Geiſt und Liebenswürdigkelt war, der ſich um den Ge⸗ feierten zuſammenfand, und wir ſehen ſchon jetzt mit Verlangen den bei⸗