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Von Moritz Horſt. 473 den neben ihm in dem Stuhl gelegen, fühlte ihre Hand in der ſeinen; unwillkürlich beſchleunigte er ſeine Schritte und blickte um ſich. Die ſchmale Gaſſe war ihm fremd und bekannt zugleich, über einem Dache ſah er den Thurm einer Kirche und eine ſchlanke hohe Cypreſſe; er konnte ſich nicht klar werden, weßhalb ihm alles dies ſo bekannt erſchiene, aber durch die angelegte Thüre mußte er ſich jener Kirche nähern, ſich beſſer orientiren können. Er ſtieß die Thür auf, ein großer ſchwarzer Hund ſprang ihm wedelnd entgegen, ein Taxusgang führte zu einem Rondel, wo unter einem Feigenbaume eine Bank ſtand. Blühende Roſenbüſche umgaben den Platz, eine hellgekleidete Frauengeſtalt ſaß auf der Bank, den Kopf gegen den Stamm des Baumes gelehnt,— er erkannte die Frau und den Platz, den Garten Frau Filippa Bembo's und Corona, die auf der Bank ſaß.
Sie fuhr empor, als ſie Tritte hörte; die Hände, die ſie vor die Augen gepreßt, ſanken herab, aber wie traumbefangen und ungewiß brei⸗ tete ſie ſie aus, ihre weit geöffneten Augen blickten Albrecht an, dann überflog ein Lächeln ihr Geſicht voll himmliſcher verklärter Freude.„Ihr ſeid nicht bei ihr, Herr,“ ſagte ſie;„o Gott ſei gelobt.“
Es war ein Ton tiefſter Inbrunſt, erſchütternder Innigkeit, ſie trat Albrecht einen Schritt entgegen und ergriff ſeine Hand, und wie damals an der Ciſterne beim vollen Schimmer der erſten Sterne, ſah er Corona's wunderbare Augen mit dem ſeltſam tiefen Blick auf ſich geheftet, aber nicht wie damals, wo ihm ihr Ausdruck ein Räthſel. Damals hatte ſie ſeine Hand geküßt, heute beugte er ſich über die ihre mit einem Gefühl von Beſchämung und Rührung, wie er es nie mehr ſeit jener Stunde empfunden, wo er von Herrenegg heimkehrend den Kopf an den Knieen der Mutter barg.„Corona,“ ſagte er, vich verdiene das Gefühl nicht, mit dem Ihr mich ehrt.“
Er war unwillkürlich von dem Geſellſchaftston zu der landesüblichen Sprachweiſe zurückgekehrt, die auch Corona wieder aufgenommen, er ließ ihre Hand nicht los und ſie zog ſie nicht zurück.„Welch ein blinder Thor war ich, Corona,“ ſprach er langſam,„daß ich die Krone, die ich mir hätte gewinnen können, nicht eher in ihrem Werth erkenne, als jetzt, wo ſie mir verloren iſt. Corona!“ fuhr er raſcher fort,„ich habe Euch heute beleidigt, vielleicht mehr gekränkt, wollt Ihr mir das auch noch verzeihen zu allem Schmerz, den ich früher ſchon über Euch gebracht?“
„Sprecht nicht ſo, Herr,“ entgegnete die ſchöne Frau ernſt, und wieder blickten ihn die tiefen Augen mit jenem unergründlichen Ausdruck


