and, daß lſe hören. Horace und ſeine en Körper die Wär⸗ en lebhafte b. Seine druck von Krankheit. als Lenor — hend⸗ ank neben m:„Ho⸗ 2u— Er „Was es z können, ungreift!“ terven— chſichtigen er auf die min Leben und Sie Er ſtieß auf dem
brillante, f traurige eines, be⸗ en konnte. und über meben iin die barm⸗ Hoffnung dranke zut n Prieſter
Von C. Dom. Brand. 49
kommen zu laſſen, was er mit einer ungeduldigen Geberde ablehnte; dies wiederholte er auch, als ſie ihm von einem proteſtantiſchen Geiſt⸗ lichen vorſprach, den ſie kannte und den ſie herbeiholen wollte.— Die mattbrennende Lampe war mit einem weißen Porzellanſchirm beſchattet, der das Licht noch mehr dämpfte und große Schatten auf das Möbelwerk an den Wänden des Gemaches warf.— Er lag einige Zeit ruhig mit von Lenor abgewendetem Geſichte da; aber aus dem unabläſſigen ner⸗ vöſen Zucken der auf der Decke liegenden Hand erkannte ſie, daß er nicht ſchlief.— Der Doctor öffnete leiſe die Thüre und ſah herein:„Wenn er Ihnen etwas ſagt,“ flüſterte er Lenor zu,„ſo hören Sie ihn ruhig an; doch müſſen Sie keine Fragen an ihn ſtellen und namentlich vor ihm keine Aufregung verrathen.“— Sie nickte zuſtimmend mit dem Kopf, und der Arzt ſchloß die Thüre wieder.
Plötzlich kehrte Horace Margrave ihr das Geſicht zu, ſah ſie ernſt aus ſeinen tiefliegenden Augen an und ſagte:„Lenor Dalton, Sie fragen mich, was dies zu bedeuten habe. Ich will es Ihnen ſagen. An dem⸗ ſelben Tag, an welchem Sie England verließen, führte mich der Zufall in eine Fabrikſtadt, in der ein anſteckendes Fieber furchtbar ſeine Geißel ſchwang. Bei meiner ſchwächlichen Geſundheit wirkte, wie zu erwarten ſtand, der Anſteckungsſtoff auch auf mich. Ich wurde gewarnt, als es vielleicht noch nicht zu ſpät war, die Präſervative zu gebrauchen, die mich hätten retten können; aber ich traf keine Vorſorge. Ich war zu feige, um ſelbſt Hand an mich zu legen. Man hört bisweilen ſagen, ein Menſch habe noch zu viel Muth, um ſich ſelbſt zu tödten; bei mir war das Ge⸗ gentheil der Fall— der Muth dazu fehlte mir. Obſchon ich das Leben haßte, fürchtete ich mich doch vor dem Tod. Indeß wollte ich eine Ge⸗ fahr, die ich nicht ſelbſt geſucht hatte, nicht von mir abwenden. Wenn das Fieber mich hinraffte, wohl und gut. Lenor, mein Wunſch erfüllt ſich ſchnell. Ich ſterbe.“—„Horace! Horace!“ ſie fiel wieder neben dem Bett auf ihre Kniee nieder, nahm die hagere Hand zwiſchen die ihrigen und drückte ſie an ihre Lippen.— Er riß ſie zurück, als ſei er geſtochen worden.„Um's Himmels willen, wenn Sie Mitleid mit mir haben, nur keine Zärtlichkeit. Dies kann ich nicht ertragen. Vier Jahre lang haben Sie mich nie geſehen ohne eine Maske. Jetzt muß ich ſie fallen laſſen. Sie werden mir fluchen, Lenor Dalton, werden mich haſſen.“—„Sie haſſen, Horace— nie!“
Hausblätter. 1864. III. Bd. 4


