Jahrgang 
3 (1864)
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Von E. Dom. Brand. 5

Horace Margrave's Schulter legte.So ſei es darum, ſagte ſie mit einem Lächeln.Ich will nichts von dieſem Vermögen. Meine Mutter hat mir ein Einkommen von jährlich hundert Pfunden hinterlaſſen; das reicht vollkommen aus für ein Frauenzimmer. Ich verzichte auf ſeinen Reichthum und ſie hielt einen Augenblick innewill den Mann heirathen, den ich liebe. Wir haben geſagt, daß Horace Margrave ein blaſſes Geſicht hatte; als jedoch Lenor Arden dieſe Worte ſprach, wandelte ſich die dunkle Bläſſe desſelben in eine wahre Leichenfarbe um. Sein Haupt ſank auf die Bruſt nieder, und ſeine buſchigen ſchwarzen Brauen zogen ſich ſchmerzlich über den halbgeſchloſſenen Augen zuſammen. Sie ſtand hinter ſeinem Stuhl; ihre kleine Hand ruhte leicht auf ſeiner Schulter, und ſie bemerkte nichts von der Veränderung in ſeinem Geſicht. Eine Weile wartete ſie noch, um zu hören, was er zu ihrem Entſchluß ſagen würde; da er aber nicht ſprach, ſo trat ſie ungeduldig von ihm weg und nahm ihren Sitz wieder auf der andern Seite des großen Schreibtiſches ein.

Nichts konnte gleichgültiger ſein, als die Miene, mit der jetzt Mar⸗ grave die Augen aufſchlug und ſagte:Mein armes, romanhaftes Kind! Ein Vermögen von jährlichen dreitauſend Pfunden wegwerfen, des Land⸗ ſitzes Ardenhall ſammt ſeinem ausgedehnten Zubehör nicht zu gedenken um den Mann zu heirathen, den Sie lieben! Und darf ich mir die Frage erlauben, meine ſüße poetiſche Lenor, wer der glückliche Sterbliche iſt, den Sie mit dieſer Auszeichnung beehren? Dies war augen⸗ ſcheinlich eine ganz einfache, unverholene Frage, wie ſie dem Geſchäfts⸗ mann, dem um viele Jahre älteren Freund ihres verſtorbenen Vaters, ihrem Vormund und Pfleger zuſtand; aber gleichwohl machte ſie auf Lenor Arden einen unerträglichen Eindruck. Eine dunkle Glut übergoß ihr ſchönes Geſicht; die Lider ſenkten ſich über ihre funkelnden Augen und ihre Lippen bebten unter einer Aufregung, die ſie nicht zu bewältigen ver⸗ mochte. Sie ſchwieg einige Minuten, während welcher Horace Margrave zerſtreut mit einem Federmeſſer ſpielte, das er aufmachte und wieder zu⸗ ſchnappen ließ, ohne daß er nach ſeiner ſchönen Mündel hinſah. Die ältliche Dame ließ während des kurzen Schweigens, das eine Ewigkeit zu währen ſchien, ihre Zeitung wiederholt raſcheln. Margrave war der erſte, welcher die Stille wieder unterbrach.

Meine liebe Lenor, ſagte er,als Ihr Vormund bin ich bisher