Jahrgang 
1 (1864)
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474 Zur Lecture.

leiſtete, wurde eine immer beſchränktere, und ſtatt der Kunſt mußten wir uns nur allzuhäufig die reine Manier gefallen laſſen.

Bei Teichmann erfährt man, da er, wie ſchon angeführt, mit dem Jahre 1842 abbricht, von dieſen letzteren Uebelſtänden wenig oder nichts. Selbſt über die letzte Periode, die Verwaltung des Grafen Redern, 1828 bis 1842, wird bereits bei weitem weniger eingehend geredet als über die vorhergehende des Grafen Brühl, 18151828, dem Teichmann frei⸗ lich auch perſönlich nahe geſtanden, während er zugleich in dieſem Zeit⸗ raum ſeine kräftigſten Mannesjahre durchmaß und dem Theater nicht nur geſchäftlich, ſondern auch mit regſter perſönlicher Theilnahme ſich widmete. Es war die Zeit einer noch nirgends welken Blüthe. In der That:

Welch reicher Himmel! Stern bei Stern!

Ueber die frühere Zeit, die er ſelbſt noch nicht erlebt, oder über die er noch kein perſönliches Urtheil haben konnte, kamen ihm nicht nur die eingehendſten Mittheilungen der Zeitgenoſſen, ſowie die ganz vortrefflichen Beurtheilungen der Kritiker genügend zu Hülfe.

Wir müſſen darauf verzichten, auf dieſer Stelle auf den unendlich reichen Inhalt dieſes Buchs, das geeignet iſt, die höchſten Fragen dieſer Kunſt in uns anzuregen und von uns verfolgen zu laſſen, weiter einzu⸗ gehen, denn es iſt nicht möglich ihm in einem Artikel, wie er uns er⸗ laubt iſt, gerecht zu werden.

Den zweiten, nicht minder werthvollen Theil desſelben bilden Briefe zwiſchen dem Bühnenvorſtand und den Dichtern gewechſelt auf der einen Seite von Iffland und Brühl, auf der anderen von Schiller, Goethe, Wieland, Kleiſt, A. W. Schlegel, Tieck ein höchſt unerquickliches, aber ſehr inſtructives Hin⸗ und Hergeſtreite über ein kleines Stück, in dem Tieck ſich und ſeine Freunde angegriffen wähnte Z. Werner, Kotze⸗ bue, P. A. Wolf. Den Reſt füllen endlich drei Tabellen: 1) ſämmtlicher Neuigkeiten, die auf der Hofbühne von 17711842 aufgeführt wurden; 2) des Perſonalſtandes derſelben und deſſen Gagenetats von 17901827; 3) der Dichterhonorare von 1790 1810. Man ſieht, daß man ſelbſt hier ein Material zuſammengetragen findet, das man in ſolcher Vollſtän⸗ digkeit ſchwerlich irgend wo anders finden dürfte und das für eine Ge⸗ ſchichte des deutſchen Theaters, welche auch die neuere Zeit und ihre Zu⸗ ſtände zur Darſtellung und Beſprechung bringt, nur des reinen Vergleichs wegen ganz unſchätzbar ſein möchte.

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