Jahrgang 
1 (1864)
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Von Edmund Hoefer. 47

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berg, ſagte er.Wer kann's wiſſen! verſetzte der Alte ernſthaft. Einmal angeführt und nicht wieder! Wenigſtens ſoll die Schuld nicht an uns liegen, wenn's noch einmal geſchieht. Da war ich hinaus

und hinauf geſchlichen.

Nach einer Weile kam der Menſch pfeifend die Treppe herauf, blieb vor ſeiner Thür ſtehen, wo er nicht mehr pfiff, ſondern ſich natürlich umſah und horchte, trat dann ein und ſchloß die Thür ab. Er probirte auch diejenige zu meiner Stube, kramte ein wenig umher, horchte von neuem und machte ſich darauf ſchnell und leiſe an's Geſchäft, Sopha und Kleiderſtänder abſchiebend, das Brett aufhebend, ſich niederbeugend zur genauſten Unterſuchung, endlich mit einer Zange ich ſah es durch das Löchlein deutlich genug! die Nägel entfernend, welche die Decke des Schranks befeſtigten. Das alles ging ſchier ſo raſch, wie ich's hier erzähle.

Nun beugte er ſich noch tiefer hinunter, richtete ſich jedoch ſogleich wieder auf und hatte eine lange und ſchwere grünſeidene Börſe und die beiden Etuis in der Hand, die uns Wilhelmi am vorigen Abend gebracht, nahm auch den Schmuck heraus und betrachtete ihn. Ich ſtand ſchon auf dem Sprunge davonzueilen und Lärm zu machen, als ich ihn den Kopf ſchütteln ſah, indem er zugleich, für mich ganz vernehmlich, ſagte:Nein, nein, laß dich nicht vom Satan blenden! Keinen Schmuck, nur das Geld, und nicht heut, morgen! Und damit wandte er ſich wieder der Oeffnung zu, brachte die Etuis an ihren Platz, wog einen Augen⸗ blick lang die Börſe in der Hand, legte aber auch ſie mit einem neuen: Nein, morgen! fort, und ſchob dann alles wieder zurecht. Darauf