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Ein dentſcher Muſiker des 77. Jahrhunderts.
Von
Johannes Falke.
Für die Geſchichte der Muſik war der Anfang des 17. Jahrhun⸗ derts von weittragender Bedeutung. Italien galt damals als die eigent⸗ liche Heimat klaſſiſcher Muſik, die römiſche Kirche und der päpſtliche Hof als die Quelle und hohe Schule jedes kirchlichen und weltlichen reineren Geſanges und aller dieſer Kunſt zuneigenden, ſtrebſameren Geiſter. In Rom hatte Johannes Pierluigi von Paleſtrina durch ſeine tief angelegte Genialität die römiſche Schule begründet und in Venedig blühte, durch Adrian Wilbärt angeregt, durch Johann Gabrieli auf dem Gebiete des kunſtreichen Kirchengeſanges zur Vollendung gebracht, die Venediſche Tonſchule, welche bald auf die Entwicklung der Muſik in Deutſchland den nachhaltigſten Einfluß ausüben ſollte. Hier hatte in Dresden der kurſächſiſche Hof auf die Bildung der Muſik und insbeſondere auch auf Erweckung eines reineren Kirchengeſanges eine beſondere Liebe und Sorg⸗ falt gewendet. Schon im Jahr 1611 finden wir an dieſem Hofe eine vollſtändige Kapelle, die Kantorei genannt, die mit dem damals nicht un⸗ bedeutenden Aufwand von 3000 Gulden erhalten wurde. An ihrer Spitze ſtand Michael Rogier als Kapellmeiſter, unterſtützt von einem Vicekapell⸗ meiſter und Hofkantor, und M. Andreas Petermann als Präceptor der Kantoreiknaben, und vierzehn Sänger und neun Inſtrumentiſten bildeten die Kapelle. Mit Johann Georg IJ., der im Juni dieſes Jahres die kur⸗ fürſtliche Regierung antrat, begann eine Blüthezeit für dieſe Kapelle, die freilich durch die traurigen Ereigniſſe des dreißigjährigen Krieges unter⸗ brochen wurde, um nach demſelben durch Johann Georg II. einen neuen,


