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Woas?“
Von L. Hermann. 465
man hier überall ſchöne Gegenden findet, man mag ſich wenden wohin man will.— Auf unſerem Wege fand ich reichen landſchaftlichen Genuß durch die Einblicke auf den ruhigen Seeſpiegel und die Berge, unter denen in der Nähe beſonders, die Gipfel des Seelisberger Kulm's, des Bauen und des bewaldeten Spieß hervortraten; weiter zurück über Beckenried hinaus, ragte das ſchöne, pyramidenförmige Buochſerhorn empor. In weiter Ferne, links von Ematten, glänzten die Gletſcher und Schneefelder des Urirothſtocks, und über den Spieß hinweg, durch die Sonnennebel verdeckt, ſah man in ſchwachen Umriſſen die Kette des berner Oberlandes. Mein Begleiter erzählte fleißig, konnte an mir aber keinen Proſelyten für ſeine conſervative Denkungsart machen. Durch Fragen und Folge⸗ rungen aus ſeinen Antworten gelang es mir mehrmals denſelben mit ſeinen Anſichten auf den Sand zu ſetzen, und ihn ad absurdum zu führen; indeß hatte das die einzige Folge, daß er ärgerlich wurde und behauptete, er habe doch Recht. Ich gab es daher auf einen Mohren weiß zu waſchen. Wahrhaft erſchreckend war es mir zu hören, auf welchem traurigen Stand⸗ punkt hier die Schulen und geiſtige Ausbildung ſtanden; Mittheilungen, die ich ſpäterhin bei genauerem Nachforſchen leider nur zu ſehr beſtä⸗ tigt fand.
Als wir heimkehrten, war es Abend geworden; ich dankte dem Manne für ſeine Gaſtfreundſchaft, warf mein Ränzel über die Schulter, und machte mich auf den Weg nach Brunnen. Es iſt dies ein Fußpfad, der immer längs dem Seeufer hinläuft und namentlich des Abends, wenn man, wie ich jetzt, die Sonne im Rücken hat, ſehr angenehm iſt, durch die ſtets vor den Blicken ausgebreitete reizende Landſchaft des jen⸗ ſeitigen Ufers. Zur Mittagszeit, wenn die Sonnenſtrahlen gerade gegen die Bergwände anprallen, und durch den Spiegel des See's reflectirt werden, iſt er weniger zu empfehlen, da er dann einmal ſehr heiß, und anderſeits für das Auge blendend und angreifend iſt.— Bald hatte ich die kleine Kapelle Kindlismord erreicht, die in der Stille des Abends, im Dunkel der ſie umgebenden Tannen von friedlicher Ruhe umfloſſen war; dann ging es weiter ſtets am See entlang, bis ich in das liebliche Muotta⸗Thal gelangte, bei Wylen das Flüßchen überſchritt und am an⸗ dern Ufer desſelben nach Brunnen zu wanderte.
Die Sonne war indeſſen untergegangen und es begann bereits zu Hausblätter. 1863. IV. Bd. 30


