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478 Bilder aus dem Leben Bluͤchers.
Häuſer dazu niederreißen, um Bauholz zu erhalten. Bei der Verfolgung eines fliehenden Feindes, den jede Stunde durch Gefangene und Maro⸗ deurs ſchwächt, kommt es gar nicht darauf an, mit geſchloſſenen Brigaden oder mit geſchloſſenen Bataillonen und Schwadronen zu marſchiren. Was zurückbleibt, bleibt zurück und muß nachgeführt werden. An die Klagen der Kavallerie muß man ſich nicht kehren; denn wenn man ſo große Zwecke als die Vernichtung einer ganzen feindlichen Armee erreichen kann, kann der Staat wohl einige hundert Pferde verlieren, die aus Müdigkeit fallen. Eine Vernachläſſigung in Benützung des Sieges hat zur unmit⸗ telbaren Folge, daß eine neue Schlacht geliefert werden muß, wo mit einer einzigen die Sache abgethan werden konnte.“ Doch waren die Schwierigkeiten von der Art, daß man ſich nicht ſowohl wundern muß, daß die Truppen nicht ſchneller nachdrängten, als daß ſie alle die Stra⸗ patzen mit ſolcher Freudigkeit und Ausdauer ertrugen. Was dem Feinde im Fliehen ein Hinderniß war, war es auch dem Sieger im Verfolgen. Die Wege waren durch den unaufhörlichen Regen faſt ungangbar gemacht, die Brücken meiſt fortgeriſſen, und wo noch eine ſtand, war durch das ausgetretene Waſſer der Zugang zu ihr faſt unmöglich. Schon um zwei Uhr Nachts ſollte die Brigade Horn über die Katzbach gehen, fand aber die Hohlwege von Trümmern und Leichen ſo verſtopft, daß ſie ein paar Stunden brauchte, um nur einigermaßen aufzuräumen, und erſt ſechs Uhr Morgens abmarſchiren konnte. Die übrigen Brigaden des York'ſchen Corps überſchritten erſt am 28. Auguſt, zum Theil bis an die Bruſt im Waſſer watend, die wüthende Neiße und rückten gegen Goldberg und die ſchnelle Deichſel vor, wo auch Langeron eintraf. Sacken machte den Um⸗ weg über Liegnitz und Hainau und hatte bei Bunzlau ein ſehr hartnäcki⸗ ges Gefecht zu beſtehen, um einen Theil des Feindes über den Bober zu drängen und ſelbſt nachzurücken.
Ueberall ſtieß man auf Todte, Sterbende, Verwundete, Erſchöpfte, auf zurückgelaſſene Munitionswagen und Geſchütze, auch auf Abtheilungen von mehr als 1000 Mann mit einigen Kanonen, welche zerſprengt und gefangen genommen wurden. Hunger und Kälte brachte die Mannſchaft in ſolche Auflöſung, daß die Offiziere in die Häuſer der Dörfer und Städte dringen und ihre Leute nur mit Gewalt aus denſelben treiben und zum weiteren Rückzug bewegen konnten. Ein einziges Regiment,
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