Jahrgang 
3 (1863)
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Von Wilhelm Müller. 477

Preußen gekommen, alſo immer noch ſo gut ein Koſak wie ſie. War die Stimmung unter den Truppen eine ſo begeiſterte, ſo waren die ſchlimmen Geiſter des Ungehorſams und des Widerſpruchs, die beſonders in den beiden Corpsführern York und Langeron ihr Weſen trieben, zwar nicht

der wüthenden

der mit dui ganz niedergehalten, aber doch ſo ziemlich in die Schranken der Ordnung

WMcer er gewieſen. Welches auch ihre perſönlichen Gefühle ſein mochten, ſie konn⸗

Frin din ten einem mit ſo viel Umſicht und Entſchloſſenheit auftretenden Oberkom⸗ 11us5. mando ihre Achtung nicht verſagen. Das moraliſche und intellektuelle ephe Uebergewicht Blüchers und Gneiſenau's, das man ſo ſehr bezweifelte, Chren dieſe

d hatte ſich im glänzendſten Lichte gezeigt und blieb von da an feſtſtehende abeſ uhde Thatſache. Mochte ſich York immerhin noch über die großen Zumuthun⸗

eſch gen, die an ſeine Soldaten gemacht wurden, beklagen und nach ſeiner unglücliha Art in bitteren Worten ſich äußern; Scenen, wie der offene Ungehorſam als die elg Yorks und Langerons vor der Schlacht, kamen nie mehr vor. An Blüchers Perſönlichkeit haftete von da an ein mächtiger Zauber, deſſen Wirkung ſich auch diejenigen nicht entziehen durften, die es vielleicht gerne gewollt cher ſagte hätten. Er hatte am 26. Auguſt nicht bloß den äußeren Feind, ſondern -1400 Ge auch den innern, der in ſeinem eigenen Heere wüthete, geſchlagen.

et worde Von ſolchen Gedanken erfüllt, eilte Bluücher in der Dunkelheit jenes niedrig 9 Abends mit ſeinem Gefolge über das Schlachtfeld nach ſeinem Haupt⸗ ſeine Verſo quartier Brechtelshof. Langſam und ſchweigend ging es eine Weile fort. Endlich wandte er ſich an Gneiſenau, der neben ihm herritt, und ſagte zu ihm:Na, Gneiſenau, die Schlacht haben wir gewonnen, das kann uns die ganze Welt nicht abſtreiten; aber jetzt laßt uns'mal dran denken, ür ihre ſie was wir klugerweiſe zuſammenbringen, um den Leuten zu ſagen, wie her und M. wir ſie gewonnen haben. Kaum war er in ſeiner Wohnung angelangt, grüͤßt. N ſo erließ er die dringendſten Befehle zur nachdrücklichſten Verfolgung des den fäſt Feindes, erſtattete ſeinen Bericht an die Monarchen und die Befehlshaber oſen ſo der beiden übrigen Heere und bat in einem eigenhändigen Brief die Bürger ztbaren Kän von Breslau, ſeine Verwundeten zu verpflegen und durch Ueberſendung einiger Lebensmittel ſeine armen Soldaten zu erquicken.

Aber die Verfolgung des Feindes konnte nicht ſo ſchnell vor ſich gehen, als die Ungeduld Blüchers und Gneiſenau's es wünſchten. Sie hatten Recht, wenn ſie ſchrieben:Wo eine Brücke fehlt, muß ſie augen blicklich erbaut werden, und ſollte man in einem ſo wichtigen Augenblick

verloren je

Tage koſteten

toſiſche . ſchleſiſche