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Ein Blatt aus dem Zriefwechſel zwiſchen H. Voß und Jean Panl(Vichter).
Mitgetheilt von
J. Florus Retland.
Im Vorwort zu dieſem von Abraham Voß veröffentlichten(Heidel⸗ berg, Winter, 1833) Briefwechſel bekennt der Herausgeber, daß er aus dem reichen Briefſchatze ſeines Bruders„mit beſchränkender Auswahl her⸗ auszuheben verſucht habe, was etwa ein allgemeines Intereſſe erregen könne.“ Es iſt ſonach manches Blatt dieſer Sammlung zur fortgeſetzten Dunkelhaft in das Schreibpult verwieſen worden, bloß weil der aburthei⸗ lende Herausgeber allzu rigoros geweſen ſein mochte. Zu den, unſeres Wiſſens noch nicht abgedruckten Briefen aus dieſem Cyklus gehört auch das uns zur Benützung übergebene Autograph.
Wenn man in der Verehrung der litterariſchen Reliquien Jean Paul's ebenſo weit gehen wollte, als es Z. Funck*) gethan, der die Mittheilung eines jeden Briefes dieſes ſeltenen Mannes ſchon durch den bloßen Namen des Schreibers gerechtfertigt erklärt, ſo hätte man immerhin den ausdrück⸗ lichen Wunſch Jean Paul's für ſich,„alle ſeine Gedanken der Welt ge⸗ geben zu wiſſen.“ Der Inhalt des uns vorliegenden, auf grauem Concept⸗ papier, nicht ohne Einſchaltungen geſchriebenen, mit dem vollen Namen „Richter“ unterfertigten Briefes, dem ſelbſt das bekannte Siegel mit der Gemme nicht fehlt, iſt reich an biographiſchen Beziehungen und dürfte der Veröffentlichung werth erachtet werden.
*) Jean Paul, Friedr. Richter. Von 3. Funck. Schleuſingen bei C. Glaſer. 1839.


