Jahrgang 
2 (1862)
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8 Am Ziel.

Menſchen zu weilen, die alle das nichtachtende Benehmen der jungen Dame gegen ihn geſehn haben und deßhalb gegen ihn ein Vorurtheil faſſen mußten. Wieder beſchlich ihn das Gefühl, wie unbedeutend er noch ſei. Wirre Gedanken durchflogen ſeinen Kopf; er dachte mit Mißbehagen daran, einſt wie ſein Vater ein armer Landpfarrer in dem Dorfe Steenbeck zu werden und ſagte zuletzt ganz laut für ſich:Ich möchte auch ein Hu⸗ ſaren⸗Offizier wie Biörnſkiold ſein; der dunkle Uniformrock mit den ſchwarzen Schnüren und Quaſten, das Mützchen mit der goldnen Borte und der ſchleppende Säbel würden eine ganz andre Figur aus mir ma⸗ chen, als wie ich ſie jetzt habe!

Bei ſeiner Heimkehr fand Arwed die Familie des Kommerzienraths Magens vor der Thür ſitzen und das Frühſtück einnehmen, welches ein Diener in reichem Silbergeſchirr ſervirte. Fräulein Nora lehnte nachläſſig in einem Seſſel und ſpielte gedankenlos mit ihrem Taſchentuch, deſſen ge⸗ ſtickte Zipfel ſie immer durch ihre feinen Finger gleiten ließ, und auch ihre Augen von dieſer Beſchäftigung nicht erhob, als Arwed mit einer Verbeugung an ihr vorüberging. Er begab ſich ſogleich in die Küche und bat Frau Sparre, ihn ſtets an dem Mittagsmahl ihrer Familie Theil nehmen zu laſſen. Das Eſſen im Hotel habe ihm geſtern gar nicht ge⸗ mundet, die große Geſellſchaft daſelbſt ihn aber unangenehm berührt, ſo daß er fürchten müſſe, beides würde ihm auf die Länge der Zeit nicht zuſagen, da er nach der großen Krankheit ſich immer noch etwas an⸗ gegriffen fühle und daher zu ſchonen hätte. Frau Sparre machte Ein⸗ wendungen, meinte, ihre einfache Koſt würde dem jungen Herrn nicht munden, auch ſollte er etwas für ſeine Zerſtreuung ſorgen, an der Table d'hote könnte er leicht Bekanntſchaften machen, hier würde er ganz einſam bleiben. Doch Arwed bat ſo dringend und war dabei ſo liebenswürdig, daß die gute Frau endlich einwilligte, ihn als ihren Tiſchgaſt zu behalten.

Bald war er in der Familie heimiſch, ging mit dem alten Vater der Frau Sparre im Garten umher und half ihm die Blumen begießen und Bäume beſchneiden; mit der Mutter pflückte er Johannisbeeren, aus denen ſie Wein bereiten wollte, und erzählte ihr dabei, wie vortrefflich ſeine Mutter denſelben verfertigte, und Herr und Frau Sparre fanden an ihm jeden Abend einen bereitwilligen Theilnehmer ihrer kleinen Spielpartie, ſo daß ſie oft ſagten, Arweds Nähe mache ihnen die Trennung von ihrem einzigen Sohne, der in Stockholm als Zimmermann arbeitete, weniger fühlbar. So blieb Arwed auf den Umgang ſeiner Wirthsleute beſchränkt,

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