Von Chr. Fr. Schwan. 463 nte ich ſelbſt zumuthen. Ich ſprach mit dem Herrn von Berberich von dieſer Sache.— nderer dieſer„Was hindert Sie denn,“ ſagte er mir,„die Handlung in Mannheim zu
übernehmen? Daß Sie kein gelernter Buchhändler ſind? Iſt denn der Buch⸗
ſcheinung in handel eine mechaniſche Kunſt, die man ſo, wie der Uhrmacher die Uhr⸗ e. Ich habe macherkunſt, erlernen muß? Wenn der Buchhandel nur darin beſteht, daß n, denn da⸗ man Bücher einkauft oder eintauſcht und dann wieder mit Vortheil zu ver⸗ allein, da kaufen ſucht, dann iſt er eine bloße Krämerei und die verſtehen unſere
habe ich es Frankfurter Juden, die mit alten Büchern handeln, ſo gut wie irgend ein ung gllehrh Buchhändler in Deutſchland. Ich dächte, zu einem geſchickten Buchhändler ns erwor⸗ im eigentlichſten Verſtande gehörten auch litterariſche Kenntniſſe, um den
men ſollte Werth oder Unwerth der Manuſcripte, die ihm zum Verlag angeboten hmen ſollte,) 9. hm g
werden, beurtheilen zu können, ſowie auch um durch eine gute Wähl der zu verkaufenden, bereits gedruckten Werke Geſchmack und Auffklärung im
Publikum zu verbreiten. Werden Sie ein Buchhändler, und ich ſtehe Ihnen
,weil man
z ſo manche
zwernde Eri⸗ uverdanken dafür, Herr Eßlinger wird ferner kein Bedenken tragen, ſeine Tochter einem ſzte ſe Manne zu geben, der ſich ſchon als Autor auf eine vortheilhafte Art be⸗ nuhe aber kannt gemacht. Ich will ſelbſt deßhalb mit ihm reden.“. glaube dbet, 2
Ich fand das, was Herr von Berberich mir in Betreff des Buchhandels ſagte, ſo wahr, daß ich mich auf der Stelle entſchloß, ſeinem Rathe zu folgen. Es war übrigens nicht Hoffnung einer zu erhaltenden reichen Aus⸗ ſteuer, die mich die Hand dieſes Frauenzimmers begehren machte; ich wußte ſchon, daß Herr Eßlinger, ſo einen ausgebreiteten Handel er auch hatte, ſeine Töchter nicht reichlich ausſtatten könne. Auch würde ich von ſelbſt nie darnach gefragt haben, denn ich hatte Zutrauen genug zu mir ſelbſt und zu meinem guten Glücke, als daß ich wegen unſeres Fortkommens nur einen Augenblick hätte beſorgt ſein können. Kurz, unſere Verbindung kam zu
arſe Stande; den 16. Auguſt 1765 wurden wir in Frankfurt getraut, worauf m öflige⸗ wir nach Mannheim gingen und den 25. September daſelbſt unſere Haus⸗ haltung anfingen. üylie.— Ich hatte wie billig meiner Mutter gleich Anfangs von meinem Vor⸗ Lochtſt haben Nachricht gegeben und ſie um ihre Einwilligung und ihren mütter⸗
bewenden.
t ſich
funde
z fünſten es Eremylar der ich alles
Häu ſern
. Handlung lichen Segen gebeten, welche ſie mir auch in einem Briefe extheilte.
ſal und din Auf dieſer neuen Laufbahn eröffnete ſich für mich in Mannheim und disſer beiden überhaupt in der Pfalz ein ganz neues, bisher unbebautes Feld. Die Aka⸗ bbre künfti demie der Wiſſenſchaften beſtand zwar ſchon, ihr Einfluß auf das Publikum „Vermögen, in Anſehung der Geiſteskultur war aber ebenſo unbedeutend als unmerklich.
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