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Von Chr. Fr. Schwan. 461
öffentlich erſchienen, ging es beinahe wie dem grünen Eſel in der Fabel: Jeder wollte ſie ſehen und leſen, und mein Herr Verleger fand bald, daß er ſich in ſeiner Erwartung nicht betrogen habe. Auch war ich ſo glücklich, o bald überdrüſſig war, als des grünen Eſels, der
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freilich immer der nämliche blieb, da mein, hand Geſtalten auftrat.
Nebenher wurde man nun auch begierig, den Verfaſſer kennen zu lernen, welche Neugier für mich nicht ohne Nutzen war. Zuerſt erwarb mir ſchrift die Bekanntſchaft des Reichhofraths Karl von Moſer,
meine Wochen mit welchem ich auch nachher immer, bis zu ſeinem in Ludwigsburg erfolgten Am nützlichſten aber war
Tode, in freundſchaftlicher Verbindung blieb. und wurde mir noch in der Folge die Bekanntſchaft mit dem Oberpoſtmeiſter Freiherrn von Berberich, von welchem ich bald als Hausfreund aufgenom⸗ men ward, ſo daß ich ſein täglicher Tiſchgenoſſe war und mich ſeiner artigen Bibliothek wie der meinigen bedienen durfte. Seine Gemahlin, eine ge⸗ borene von Vrinz aus Bremen, war eine ebenſo gebildete wie ſchöne Dame von dem vortrefflichſten Charakter. Angenehmere Tage hatte ich noch nie erlebt als in dieſem Hauſe, und beide ſind mir bis zu ihrem Tode mit un⸗ veränderter Freundſchaft zugethan geblieben. Durch das Berberichſche Haus erhielt ich auch die Bekanntſchaft des damals in Bockenheim bei Frankfurt privatiſtrenden Oberſten und nachmaligen ruſſiſchen Generals von Bauer, bei welchem ich bald einheimiſch wurde, ſo daß ich zuweilen acht Tage bei ihm in Bockenheim blieb. Der Herr von Berberich Wochenblatt für Deutſchland zu Auszüge aus den beſten ausländi
that mir den Vorſchlag, auch ein litterariſches ſchreiben, welches unter dem Titel:„Neue ſchen Wochen⸗ und Monatſchriften“ das Neueſte und Merkwürdigſte von dem, was im Ausland in dem Reiche der Wiſſenſchaften und Künſte bekannt gemacht wurde, in gedrängter Kürze das Poſtamt alle auswärtigen Journale und in dieſes Fach einſchlagenden periodiſchen Schriften unentgeldlich liefern ſollte. Zugleich machte ſich das Poſtamt anheiſchig, für eigene Rechnung ſo viel Exemplare davon zu nehmen, als erfordert wurde, die Druckerkoſten zu beſtreiten, damit ich keine Auslage dabei hätte; der Ueberreſt des davon zu ollte für mich ſein. Da ich nun übrige Zeit und nichts ich mir auch dieſen Vorſchlag gefallen, und zöſiſchen und auch zur Noth
enthalten, und wozu mir
hoffenden Gewinnes dabei zu wagen hatte, ſo ließ legte gleich Hand an das Werk. Mit den fran


