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Von Corvin. 469
wegs eine Seltenheit, und mancher trug auf der Bruſt das goldene Dienſt⸗ kreuz. Kamen ſie dann endlich ſo weit, eine Frau nothdürftig ernähren zu können, dann war ihr Körper durch Strapazen ruinirt, die oft im Frieden härter ſind als im Kriege,— und ſie brauchten mehr eine Krankenpflegerin als eine Gattin. Die ſchönſten Jahre der Manneskraft waren in Einſamkeit hingegangen, und die meiſten Offiziere mußten auf das Glück im Kreiſe einer Familie verzichten.
Reiche Mädchen, ſcheint es, werden immer ſeltener, und diejenigen, die es noch gibt, machen gewöhnlich höhere Anſprüche, als ſie ihnen ein Lieu⸗ tenant gewähren kann. Ausnahmen gibt es allerdings; allein die Fälle, in welchen liebenswürdige Lieutenants reiche Mädchen heirathen, ſind doch ziemlich ſelten, obwohl hin und wider ein reiches Bürgermädchen nach dem Titel„gnädige Frau“ ſchmachtet und die Eltern närriſch genug ſind, ſolcher Schwachheit nachzugeben. Weiſe Mütter ziehen einen Wall um ihre Töchter. Das verhältnißmäßig müßige Leben macht aber die Offiziere ganz beſonders
begierig nach weiblichen Bekanntſchaften. Mittlere Bürger— wie kleine Kaufleute und wohlhabende Handwerker— wiſſen ſehr wohl, daß ihre
Töchter den Herren Offizieren zu Gattinnen nicht gut genug ſind, und da ſie dieſelben natürlich zu Offiziersgeliebten zu gut halten, ſo müſſen die Herren mit ihren zärtlichen Herzen eine geſellſchaftliche Stufe tiefer ſteigen. Das Herz befindet ſich dabei keineswegs ſchlechter, denn unter der Klaſſe der geringern Bürgermädchen, welche ſich durch Arbeit ihren Lebensunterhalt erwerben, gibt es wie bekannt die großherzigſten, aufopferndſten, liebendſten Geſchöpfe.— Knüpft nun ein Offizier von ſonſt rechtlichem Charakter eine Liebſchaft mit einem ſolchen Mädchen an, wozu ihn vielleicht nur ein hübſches Geſicht oder flüchtiges Gelüſt veranlaßte, ſo findet er oft mehr als er erwar⸗ tete, und aus der Liebelei wird eine ernſte, dauernde Liebe.
Dergleichen Fälle kamen unter den Offizieren in Mainz mehrfach vor. Ich kannte mehrere, welche Mädchen dieſer Art liebten, ſie von Jahr zu Jahr mehr achten lernten und ihnen für das Leben treu blieben.— Ich kenne mehrere Beiſpiele, daß Offiziere alles Mögliche thaten, die Mütter ihrer Kinder zu ihren rechtmäßigen Frauen zu machen; allein ſie erreichten es nur in ſeltenen Fällen, denn jahrelange Treue und Aufopferung, unbeſcholtenes Leben,— alles das reichte nicht hin, ſie in den Augen der andern Offiziere zu der Stellung zu erheben, welche der Offizierſtand in Bezug auf andere Geſellſchaftsklaſſen einzunehmen glaubte. Erreichte aber ein ſolcher Offizier


