on ſeinen Verfaſſer Menſch ht genugg hie und tig über⸗ at ſeinen Schillers derjahre, 1790— ſich aus on ſelber Ut. In er, wie f knapp tusführ⸗ ſonderes efunden, rſcheint. gen, als hlthuen⸗ muſter⸗ . Hert
runſern
wir 1IIl5
—
☛ε
—
chung bis zur Vollendung deſſelben vor⸗ behalten. Doch können wir ſchon jetzt daſſelbe dem Publikum empfehlen. Die Darſtellung iſt anziehend, und der Ver⸗ faſſer hat nicht nur fleißig geſammelt und bearbeitet, ſondern auch Gelegenheit gehabt, manches Neue zu erlangen und aus dem Munde des Fürſten ſelbſt Auf⸗ klärungen über dies und jenes zu er⸗ halten.
W. Derblich, Land und Leute der Moldau und Walachei. Prag. Kober u. Markgraf. 1859. Ein gut geſchriebenes Buch über jene Länder, welche neuerdings nicht nur die Kabi⸗ nette, ſondern auch jeden Gebildeten, der in ſeiner Zeit lebt und an den Er⸗ eigniſſen theil nimmt, auf das lebhafteſte intereſſiren. Das Buch enthält alles Nothwendige und läßt uns tiefe Ein⸗ blicke in die ſeltſamen Zuſtände dieſer Landſtriche thun— in die Uranfäng⸗ lichkeit und in die grenzenloſe Corrup⸗ tion. Denn beides beſteht hier neben und durch einander, möchte man ſagen. Das Buch ergötzt und erſchreckt, wie es kommt. Vor allem haben wir des Ver⸗ faſſers ſichtbare Unparteilichkeit in der Darſtellung zu rühmen.
Dr. Otto Ule, Die Wunder der Sternenwelt. Mit vielen Abbildun⸗ gen. Leipzig. Spamer. 1860. Das Buch iſt eins der vielen, wie ſie jetzt für die„Gebildeten“ zur Einführung in einzelne Theile der Naturwiſſenſchaften erſcheinen. Wir haben daſſelbe durchaus zu loben. Es läßt uns in der Ster⸗ nenwelt heimiſch werden und thut jeder billigen Anforderung Genüge, indem es ſich gleich fern vom Speciellen wie vom gar zu Kurzen hält und das trockene
VII
„Rechnungsweſen“ dieſer Wiſſenſchaft ſo viel wie möglich zur Seite läßt. Weni⸗ ger einverſtanden können wir uns mit der— jetzt gleichfalls oft beliebten— Einkleidungsweiſe erklären, daß nämlich ein Sternkundiger eine Geſellſchaft von Freunden und Freundinnen in dies Wiſ⸗ ſen einführt. Wozu das? Wer fühlt ſich dadurch angezogen?— Die Aus⸗ ſtattung iſt eine recht gute. Das Buch verdient viele Leſer.
Louiſe Weil, Aus dem ſchwä⸗ biſchen Pfarrhauſe nach Ame⸗ rika. Reiſeſchilderungen. Stuttgart. Franckh'ſcher Verlag. 1860. Wir bedauern, daß wir weder das Buch ſelbſt, noch ſeine Herausgabe billigen können. Was uns hier vorliegt, erzählt man im Familien⸗ und Freundeskreiſe oder liest es dort aus ſeinen Briefen und Tage⸗ büchern vor. Dann iſt man ſicher, daß die Perſönlichkeit des Verfaſſers oder der Verfaſſerin nicht zu viel hervortritt, nicht falſch, lieblos, ſondern richtig und nach⸗ ſichtig beurtheilt wird, daß man mit einem Wort Rückſicht auf dieſelbe und auf dieſe, auf die individuellen Anſchauungen und Auffaſſungen nimmt und ſie gewiſſermaßen gelten läßt. In der Oeffentlichkeit, vor dem Publikum iſt von alledem keine Rede. Da gibt es ſehr leicht ein Zuviel, da wird man⸗ ches unbedeutend oder übertrieben, was im Familienkreiſe intereſſirt und Gel⸗ tung hat; da urtheilt man über die Per⸗ ſönlichkeit des Autors nicht, wie ſie iſt, ſondern wie ſie ſich uns darſtellt. Das Buch iſt zur Warnung Amerika⸗Fahren⸗ der geſchrieben, aber wir erlauben uns — obſchon wir ſicher nicht die Aus— wanderung loben und Amerika rühmen


