Jahrgang 
4 (1859)
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Von Karl Seifart. 59 ScjiteGrab, grab, grab! Aber mit dem Graben war's aus, denn der hoch⸗ ch einen angeſchwollene Bach durchbrach den Damm, ſtuͤrzte ſeine donnernden Wogen in das trocken gelegte Becken und deckte mit Schlamm und Felsſtücken die rde und Gebeine Schaperjohanns für immer. Denn den Schäfer hätte, wie er ſpäter Schäfer verſicherte, kein Königreich dazu gebracht, die Arbeit wieder aufzunehmen, g ich's und wird auch kein Anderer ſo vermeſſen ſein, die Erlöſung zu wagen. hoch im Drum werden die Gebeine des Räubers dort im feuchten Grunde auf un⸗ ein die rechtem Gute ruhen, bis zum Tage des Gerichts. ab und Auf, hinaus, aus dieſem unheimlichen Erdwinkel in die heitere, ſon⸗ Gebeine nige Landſchaft! Wir folgen dem Bache aufwärts und ſehen uns bald weihter im bunten Gewimmel der Landſtraße, der folgen wir der rauſchenden Pap⸗ Gebeine pelreihe entlang nach der Marienburg, welche, wie das Volk ſagt, einſt die Gut, Veſte mächtiger Tempelritter war. Unſer Blick ſchweift um das graue Ge⸗ mäuer und haftet am Giebel an dem Storchenneſt, auf welchem einbeinig, ceeit auf ehrbar und würdevoll Vater Storch ſteht und nach der Frauliebſten aus⸗ wie eine ſchaut, welche dort im Wieſengrund ſchwebt und am froſchreichen Weiher ab! als brave Hausfrau auf der Familie Nahrung und Nothdurft bedacht iſt. ggedorn⸗ Da holt uns, als wir langſam auf Egenſtedt zuſchreiten, ein bekitteltes 2 daß und ranzenbehängtes Bäuerlein ein und wünſcht unſere Geſellſchaft, weil Damm es ſich in Geſellſchaft beſſer gehe. Das geben wir zu, und nachdem die ein⸗ hes über leitenden Redensarten uͤber die Beſchaffenheit des Wetters abgemacht ſind, id hatte bleibt unſer Mann plötzlich ſtehen, zeigt auf einen Steinhaufen an der z ferner Straße und erzählt uns, daß hier der Raubmörder Fritz Hartmann ſeinen tlug der Wohlthäter grauſam erſchlagen habe.Doch er hat ſeinen Lohn bekommen, z zuvor: fährt das Bäuerlein fort und zeigt uns drüͤben amSonnenberge ein weißes b Kreuz,dort iſt ihm nach Urtheil und Recht der Kopf abgeſchlagen, den lammte er nun unterm Arm trägt, wenn er allnächtlich vom Kreuze bis zu dieſer ben und Mordſtelle ſeinen Gang hin und zuruͤck macht. O! fährt der Mann nang der mit geheimnißvoller Miene fort,dort am Sonnenberge iſt noch mehr vor⸗ ſeigern gegangen, davon ließe ſich viel erzählen!Immer erzählt, guter 3 mi Freund! ſagen wir, und unſer Reiſegefährte hebt an, wie folgt: Md Ein Mann, der ſpät in der Nacht von Hildesheim nach Salzdetfurt 8 1 dh⸗ botenweis ging, ſah auf einmal am Sonnenberge auf der Heide einen hellen Wha Schein. Neugierig ging er näher und ſah bei einem hellen Feuer und viel

tauſend Lichtern eine große Geſellſchaft von Männern, Frauen und ſchön

z weiter g wene geputzten Jungfern, die tanzten und lachten, aßen und tranken, als ob

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